Der Tellington TTouch® Newsticker – TTouch Blog
17. August 2025
Hasen und Tellington TTouch®
Blogbeitrag von Katja Krauß (D)
Tellington Instruktorin für Kleintiere
Vor kurzem hörte ich ein ganz wunderbares Hörbuch, welches davon handelt, dass eine Frau ein sehr junges Hasenkind findet.
Sie musste dann feststellen, dass viel über Kaninchen im Internet geschrieben wird, doch über den Feldhasen sind nur sehr wenige Annahmen bekannt. Auch der befragte Tierarzt wusste nur zu sagen, dass es eigentlich nicht möglich sei, einen jungen Feldhasen aufzupäppeln.
Die Frage, die sich mir persönlich da sofort stellte: „Wir wissen wie die Marsoberfläche aussieht, doch über unsere Feldhasen wissen wir fast nichts?“
In „Hase und Ich“, wie das großartige Hörbuch heißt, schafft die Autorin es den kleinen Hasen aufzuziehen und wenn ich es nicht besser wüsste, ich hätte geschworen, dass sie Tellington Practitioner sein müsste. Denn beim Hören drängten sich wieder und wieder die Sätze der Tellington Philosophie in meine Gedanken (https://tellington-methode.de/methode/philosophie-tellington-ttouch-methode/).
Chloe Dalton, die Autorin dieser faszinierenden Geschichte, fängt schon sehr schnell damit an, den Hasen mehr und mehr als ihren Lehrer zu begreifen. Der Hase hilft ihr im Hier und Jetzt zu sein und ganz neue Prioritäten für ihr Leben zu entdecken. Die Schönheit der Natur erst überhaupt wahrzunehmen und mehr und mehr auch zu schätzen.
Mir persönlich hat das Buch so besonders gut gefallen, weil sie dem Hasen seine Freiheit belässt und genau diesem Umstand zuschreibt, dass diese wunderbare Beziehung überhaupt so entstehen konnte. Zudem beschreibt sie auf sehr neutrale Weise, ohne anzugreifen oder zu verurteilen, warum die Spezies des Feldhasen inzwischen bedroht ist. Die rote Liste stuft den Feldhasen als gefährdet ein.
Es macht mich glücklich, dass es dieses Buch auf die Bestsellerliste geschafft hat. Es ist auf jeden Fall eines der schönsten Bücher, über das Verhältnis zwischen Mensch und Tier, welches ich bisher lesen durfte. Damit dient es sicherlich auch als ganz wunderbare Geschenkidee für alle Tierinteressierten.
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14. August 2025
Noahs Marsch-TTouch®
Blogbeitrag von Ingrid Wild (D)
Tellington Instruktorin für Pferde
Das Foto entstand auf einem Tellington-TTouch Seminar, dass ich auf der auf der Karibikinsel Tobago unterrichten durfte. Die junge Frau auf dem Foto berührte auf dem Seminar das erste Mal in ihrem Leben ein Pferd. Der Vollblutwallach Mr. Divo und sie kommen sich mit dem Tellington TTouch® Noahs Marsch näher.
Ich liebe den Tellington TTouch „Noahs Marsch“. Er ist besonders wertvoll, um ein Pferd und seine Berührungs-Bedürfnisse kennenzulernen und gleichzeitig ist er sehr einfach auszuführen.
Er gehört zu den streichenden TTouches.
Um ein ehrliches Feedback vom Pferde zu bekommen, mag ich es gern, wenn das Pferd unangebunden stehen kann, zum Beispiel auf dem Paddock, der Box oder gar auf dem Reitplatz.
Für die Ausführung streichen Sie mit beiden Händen über den Pferdekörper, eine Hand folgt dabei der anderen. Legen Sie die Hände flach und mit lockerem Handgelenk auf. Wandern Sie über den ganzen Pferdekörper.
Gibt es Stellen, die weicher oder härter sind? Heißer oder kälter? So bekommen Sie eine Idee vom Körper Ihres Pferdes.
Achten Sie auf seine Reaktion, passen Sie Tempo und Intensität der Berührung an.
Ist die Berührung so achtsam, dass das Pferd bei ihnen stehen bleibt?
Entspannt das Pferd eher, wenn Sie Ihre Hand noch flächiger auflegen?
Ist es kitzelig bei zu wenig Druck?
Oder so sensibel gegenüber Berührung, dass es erstmal Ihren Handrücken bevorzugt?
Ist auch das zu viel, können Sie Ihre Hand anfangs sogar über dem Pferdekörper schweben lassen, ohne ihn wirklich zu berühren.
Der Noahs Marsch -TTouch® gibt mir die Chance, schon die erste Berührung so zu gestalten, dass die Pferde sie genießen und lädt sie ein, in Beziehung zu gehen.
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10. August 2025
Zusammenwachsen
Blogbeitrag von Daniela Zurr (D)
Tellington Instruktorin für Kleintiere und Menschen
Vor ein paar Wochen habe ich ein ttouch-n-click Modul in Berlin unterrichtet und es war wieder eine große Freude mit verschiedenen Hund-Mensch-Teams arbeiten zu dürfen.
Besonders gefreut habe ich mich, die Entwicklung einer jungen Hündin zu erleben, die erst vor 8 Wochen aus dem Tierheim in ihr neues Zuhause gezogen ist.
Die ursprünglich aus der Ukraine stammende Hündin mit unbekannter Vorgeschichte kam von Anfang an erstaunlich gut mit der Seminarsituation zurecht. Die anfangs bestehenden Unsicherheiten verschwanden im Laufe der Kurstage mehr und mehr.
Ivy lernte, sich unter den TTouches immer mehr zu entspannen, sowie sich im Lernparcours auch zwischen zwei Menschen führen zu lassen.
Tellington-Körperbänder verbesserten die Körperwahrnehmung und die Balance.
Viele schöne Möglichkeiten in kurzer Zeit immer mehr als Team zusammenzuwachsen.
Ich wünsche Angela und Ivy weiterhin viel Freude bei Ihrem gemeinsamen Weg.
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07. August 2025
Nur die Pferde wissen
Blogbeitrag von Bibi Degn (ESP)
Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde
Was will mir mein Pferd sagen?
Liebt es mich?
Darf ich es überhaupt reiten?
Diese Fragen hören wir oft – und sie verdienen Gehör. In meinen Seminaren gebe ich sie gerne mit Wertschätzung an die Teilnehmenden zurück. Warum? Weil eine aufrichtige Frage mit dem Wunsch nach echtem Verstehen der erste Schritt zu tiefer Erkenntnis ist.
„Wir Menschen haben Meinungen. Nur die Pferde wissen.“
Dieses Zitat von Robyn Hood bringt es auf den Punkt:
Es geht nicht um schnelle Antworten, Bewertungen oder Interpretationen.
Es geht um die Qualität des Zuhörens.
In einer Welt voller Meinungen lädt die Tellington-Methode dazu ein, dem Tier fragend zu begegnen – offen, neugierig, ohne Erwartungen. Nicht um sich Urteile zu bilden, sondern um interessiert zu bleiben. Nicht mit Druck, sondern mit Zeit, einem weichen Blick und feinen Händen.
Was fühlt das Tier?
Was braucht es?
Will es mir etwas sagen?
Sein mit Tieren ist nicht exakte Wissenschaft. Es ist ein lebendiger Prozess – geprägt von Beziehung, Achtsamkeit und Verantwortung. Wir wissen nie alles. Aber wir können lernen genauer hinzusehen, zu fragen. Wieder und wieder und wieder. Und unser Handeln immer wieder neu auszurichten.
Nutztiere?
Manchmal taucht eine große Frage auf, wie:
Ist Reiten überhaupt vertretbar?
Dürfen wir ein anderes Lebewesen für unsere Wünsche in Anspruch nehmen – selbst wenn wir es gut meinen? Darfst auch du etwas wollen?
Fragen wie diese lassen sich nicht pauschal beantworten. Doch sie verdienen es, ehrlich gestellt zu werden. Nicht aus Schuldgefühl, sondern mit Respekt – gegenüber dir selbst wie gegenüber deinem Haustier, deinem Pferd.
Was willst du?
Leistung und Perfektion?
Oder Verbindung?
Wenn wir bereit sind zuzuhören – und mutig genug, Fragen zu stellen – führt uns das Pferd seinen Weg und wir dürfen ihm unsere Welt verständlich machen.
Nicht ein:e Lehrer:in mit fertigen Antworten, sondern das Tier selbst kann uns lehren, wie Beziehung gelingt.
„Leg dein Herz in deine Hand und deine Hand auf dein Pferd.“
– Linda Tellington-Jones
…. und bleib neugierig!
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03. August 2025
Manchmal wird man spontan zum Nachdenken gebracht…
Blogbeitrag von Sylvia Haveman (NL)
Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde
Diesen Sommer habe ich mit einer Freundin einen wunderschönen Garten am Mittelmeer besucht. Im Museum vor Ort wurde ein Dokumentarfilm gezeigt, in dem der Begriff „Biom“ gezeigt wurde und der mir im Gedächtnis geblieben ist.
Ein Biom ist ein großes geografisches Gebiet mit einer charakteristischen Flora und Fauna und zeichnet sich durch eine spezifische Kombination von Pflanzen- und Tierarten aus. Der Landschaftstyp und das Pflanzenwachstum hängen mit dem Klima zusammen.
So schön ich einige Pflanzen auch fand, so verstand ich, dass sie in meiner häuslichen Umgebung viel weiter nördlich in Europa niemals überleben könnten; Ein Biom mit unterschiedlichen Bodentypen, Temperaturen und Nässe.
Unter diesem Gesichtspunkt dachte ich darüber nach, wie viele Tiere die Menschheit aus ihrem natürlichen Biom genommen hat, um anderswo zu leben. Denken Sie zum Beispiel an einen Schlittenhund aus Lappland, der hier auf der Fußbodenheizung liegt. Oder das Islandpferd, das von Natur aus an Strenge und Kälte gewöhnt ist und hier im fettigen Gras und Schlamm landet.
Bei unseren Beobachtungen müssen wir auch die ursprüngliche Herkunft und die ursprünglichen Bedürfnisse einer bestimmten Tierart berücksichtigen.
Ich erinnere mich zum Beispiel an Hamish, einen Widder, zu dem ein TTouch-Kollege vor Jahren gerufen wurde. Dieser Widder war besonders gefährlich, weil er den Besitzer mit seinen Hörnern rammte und ihn schmerzhaft verletzte. Es stellte sich heraus, dass das Tier sehr harte und schmerzhafte Muskeln im Schulterbereich hatte. Zudem stellte sich heraus, dass das Tier am Meer in einer ganz anderen Region mit anderer Vegetation aufgewachsen war. Der Besitzer lernte schnell ein paar TTouches und das Tier entspannte sich sichtlich.
Die Aufnahme von Algen in seinen Speiseplan erwies sich auch als sehr wichtig, um seine Grundbedürfnisse zu befriedigen. In kurzer Zeit verwandelte sich der Widder in ein sehr freundliches Tier, das niemanden mehr angriff und entspannt auf der Wiese herumlief. Ein weiteres Beispiel dafür, dass der körperliche und der seelisch-emotionale Zustand untrennbar miteinander verbunden sind.
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31. Juli 2025
Wie man in den Wald ruft, so hallt es zurück
Blogbeitrag von Lisa Leicht (CH)
Tellington Instruktorin für Menschen und Kleintiere
Der bekannte Spruch „Wie man in den Wald ruft, so hallt es zurück“ beschreibt ein Naturgesetz, das weit über zwischenmenschliche Kommunikation hinausgeht. Es erinnert uns daran, dass unsere Haltung, unsere Energie und unsere Worte oft gespiegelt werden – sei es von anderen Menschen, von Tieren oder sogar vom Leben selbst. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dieses Prinzip in der Arbeit mit Tieren und Menschen mit der Tellington TTouch® Methode, die auf der Idee basiert, dass jedes Lebewesen mit Würde und Respekt behandelt werden sollte. Durch achtsame Berührungen, Körperbänder, Bodenarbeit und gezielte Beobachtung unterstützt TTouch das emotionale und körperliche Gleichgewicht von Tieren – und auch von uns selbst.
Energie – das unsichtbare Echo
Wenn wir mit einem Tier arbeiten, senden wir ständig Signale: über unsere Stimme, unsere Körpersprache, unsere Gedanken und unsere Berührungen. Tiere – viel feinfühliger als wir oft glauben – nehmen diese Signale auf. Ein gestresster, fordernder Mensch wird selten Ruhe und Vertrauen ernten. Ein Tier, das sich ständig angeleitet, korrigiert oder unter Druck gesetzt fühlt, „hallt“ diesen Umgang oft durch Unsicherheit, Widerstand oder Stressreaktionen zurück.
Mit TTouch lernen wir, diesen Kreislauf bewusst zu durchbrechen. Statt Druck senden wir Einladung, statt Korrektur bieten wir Unterstützung. Wir berühren mit Achtsamkeit statt Kontrolle, kommunizieren mit klarer, wohlwollender Präsenz. Und wie durch ein Wunder beginnt das Tier, genau das zurückzugeben: Ruhe, Offenheit, Vertrauen.
Ein Beispiel aus der Praxis
Eine Kundin kam mit ihrem Hund, der sich ungern anfassen ließ, besonders am Kopf. Frühere Versuche, ihn „daran zu gewöhnen“, endeten in Stress – für beide. Wir änderten als erstes die Herangehensweise, indem ich die Person lehrte, ihre innere Haltung zu verändern: sich zu zentrieren, mit Hearthugs die Atmung zu regulieren, die Stimme sanft und klar einzusetzen, den Hund nicht zu „berühren, um etwas zu erreichen“, sondern einfach zu sein und den Hund einzuladen. Mit den sanften, runden TTouches – die keine Massage, sondern eher eine Kommunikation auf Zellebene sind – öffnete sich der Hund langsam. Was früher ein Abwehren war, wurde zu einem neugierigen Nachfragen: „Was machst du da?“
Der Hund „hallte“ zurück, was er bekam: Sicherheit, Respekt, Nähe ohne Zwang.
Resonanz statt Reaktion
Tellington TTouch lehrt uns, nicht einfach auf Verhalten zu reagieren, sondern in eine tiefere Resonanz mit dem Tier (oder dem Menschen!) zu treten. Diese Resonanz ist ein energetisches Echo: Was wir senden, empfangen wir zurück. Genau wie im Wald.
Wenn wir mit Offenheit, Respekt und Achtsamkeit in die Beziehung gehen – dann ist das, was zurückkommt, oft viel mehr als bloße Gehorsamkeit. Es ist Verbindung.
Fazit
Der Spruch „Wie man in den Wald ruft, so hallt es zurück“ ist in der Tellington TTouch-Arbeit keine bloße Metapher, sondern gelebte Erfahrung. Die Methode zeigt uns, dass echte Veränderung nicht durch Kontrolle entsteht, sondern durch Bewusstsein und Beziehung. Wenn wir uns verändern, verändert sich auch das, was uns begegnet – ob im Wald, auf dem Trainingsplatz oder auf der Couch.
Und so beginnt jede Veränderung bei uns selbst.
Denn wie wir rufen – so wird es klingen.
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27. Juli 2025
🐾 Cleo- die Intention und das Muttertagswunder
Blogbeitrag von Karin Petra Freiling (D)
Tellington Instruktorin für Menschen und Kleintiere
Zwei Tage vor Muttertag wurde eine hochschwangere wilde Katze zu uns auf den Tierschutzhof gebracht – aufmerksam, wachsam und ganz bei sich. Sie kam in einer Gitterbox. Am Muttertag selbst brachte sie vier kleine Kätzchen zur Welt. Doch die Gitterbox, in der sie untergebracht war, wurde zur Gefahr: Die Kleinen verfingen sich bereits in den Maschen. Ein Umzug war dringend nötig.
Mein Praktikant Milan war an meiner Seite, und ich erklärte ihm, dass wir nun mit Ruhe, Klarheit und Respekt vorgehen müssen. Denn: Wenn wir möchten, dass ein Tier uns vertraut, dann müssen wir ihm zuerst zeigen, dass wir Vertrauen schenken.
Ich setzte mich vor Cleo, schaute sie an – und sprach mit ihr. Ich erklärte ihr mit leiser, ruhiger Stimme, dass ich ihre Babys jetzt vorsichtig aus der Box holen werde.
„Ihnen passiert nichts, und du bekommst sie sofort wieder. Ich verspreche es dir.“
Und tatsächlich: Diese kleine wilde Katze ließ es zu. Ganz ruhig, ohne zu fauchen, ohne zu verteidigen – voller Vertrauen. Das allein war schon ein Wunder.
Dann erklärte ich ihr den nächsten Schritt:
„Wenn du in diese neue Box gehst, ist es dort weich und ruhig. Und deine Babys sind gleich wieder bei dir.“
Ich hatte dieses Bild ganz klar in meinem Kopf – die neue Box, das weiche Nest, die Rückkehr zu ihren Jungen. Und Cleo? Schaute mich an, drehte sich zur neuen Box – und ging ohne Zögern hinein.
Es war ein zutiefst berührender Moment.
Was wir daraus lernen können?
Dass Tiere unsere Freunde sind. Dass sie uns verstehen – perfekt –, wenn wir selbst klar sind in dem, was wir wollen. Wenn wir ihnen mit Respekt begegnen und sie als Wesen ansprechen, die fühlen, wissen, wahrnehmen.
Klarheit im Inneren. Ruhe in der Stimme. Und echte Verbindung.
Das ist der Weg.
Wie Linda Tellington-Jones so treffend sagt:
„Change your mind – change your animal.“
Oder in diesem Fall: Werde Dir deiner Intention bewusst -erkläre sie sanft – und das Tier folgt dir ins Vertrauen 💕
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24. Juli 2025
Was macht einen gute/n Hundetrainer:in und Katzenverhaltensberater:in aus?
Blogbeitrag von Katja Krauß (D)
Tellington Instruktorin für Kleintiere
Vor ein paar Tagen fragte mich eine Teilnehmerin, worauf sie achten sollte, wenn sie nach einer/m Hundetrainer:in sucht?
Meine erste Antwort lautet dann immer, Hund und Halter:in sollten sich wohl fühlen, so wohl es eben geht. Selbstverständlich kann kein/e Hundetrainer:in Ängste und Unsicherheiten wegzaubern, doch sie/er kann, so gut es eben geht, auf die Bedürfnisse des Hundes und des/der Hater:in eingehen.
Ich erzähle dann von ttouch-n-click, wo wir Hundetrainer:innen und Katzentrainer:innen ausbilden. Auch buchen viele Hundetrainer:innen, Katzenverhaltensberater:innen und Tierärzte:innen ttouch-n-click inzwischen als Zusatzausbildung, um den neuen Weg im Umgang mit Tieren zu erlernen.
Es geht bei ttouch-n-click in erster Linie darum, dass sich alle Beteiligten wohl fühlen und möglichst in ihre emotionale, physische und psychische Balance kommen. Dann schauen wir darauf, dass wir effektiv an Zielen arbeiten.
Durch fünfzig Jahre der Fortentwicklung einer bereits zu Beginn revolutionären Methode, gehört unser Ansatz und unser Verständnis zu den fortschrittlichsten in der Welt des Tiertrainings und -verhaltens.
Die Tellington TTouch Methode ist vor allem für ihre Körperarbeitstechniken bekannt, aber das ist nur ein kleiner Teil eines viel größeren, ganzheitlichen Ansatzes für die Arbeit mit Tieren aller Arten.
„Ändere deinen Geist, ändere dein Tier“ ist ein unglaublich wirkungsvolles Konzept. Das Loslassen vorgefasster Erwartungen, das Verurteilen von Etiketten und das Anbieten von Möglichkeiten zur Veränderung. Es ist eines der Kernprinzipien der Tellington TTouch Methode.
Gerade diese Woche erhielt ich so viel unglaubliches Feedback, wie einfach Tiertraining auf Grundlage des Tellington-Trainings ist. Eines möchte ich hier teilen und auch zwei ganz neue Erfolgsgeschichten per Link anhängen.
Eine Teilnehmerin schrieb gestern:
Ich wollte euch berichten, dass es nur neun Tage gedauert hat, bis Rudi mir nicht mehr auf Schritt und Tritt folgt. Sogar wenn es an der Tür klingelt und ich mit dem Postboten spreche, kann er auf dem Sessel liegen bleiben. Ist das nicht irre?
Schrank kippt auf Katze – Hilfe durch ttouch-n-click:
https://www.ttouch-n-click.de/success-stories/schrank-kippt-auf-katze-hilfe-durch-ttouch-n-click/
Gewitterangst lindern durch ttouch-n-click
https://www.ttouch-n-click.de/success-stories/gewitterangst-beim-hund-durch-ttouch-n-click-lindern/
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21. Juli 2025
Die Welt verändern – TTouch für TTouch
Blogbeitrag von Lily Merklin (CH)
Tellington TTouch Instruktorin für Pferde
In meinem Blog-Beitrag im April habe ich dazu eingeladen, uns und unseren Mit-Tieren und -Menschen mehr zuzutrauen, das Träumen zu wagen.
Auch wenn es die TTouches nicht gäbe, wenn wir keinen Lernparcours und keine Führpositionen hätten, wenn die Körperbänder nie entdeckt worden wären und niemand auf die Idee gekommen wäre, Pferde mit einem Halsring zu reiten oder Hunde an einer Balanceleine zu führen – alleine die Philosophie der Tellington-Methode könnte die Welt revolutionieren:
Die Tellington TTouch® Methode ist weit mehr als eine gewaltfreie Trainingsmethode für Hunde, Pferde und viele weitere Tiere. Sie ist ein ganzheitliches Konzept, das alle Lebewesen individuell betrachtet und fördert. Ihr wohltuender Einfluss auf den gesamten Organismus hilft die Gesundheit zu fördern, und die Bindung und das Vertrauen zwischen Menschen und Tieren zu vertiefen.
Wir achten jedes Tier und sehen es als Lehrer für uns und unser Leben.
Wir setzen uns für Harmonie, Vertrauen und Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier sowie zwischen Menschen untereinander ein.
Wir respektieren und wertschätzen die eigene Persönlichkeit jedes Tieres und jedes Menschen, sowie ihre individuelle Art und Weise, zu lernen und sich zu entwickeln.
Unsere Zusammenarbeit mit Tieren gründet auf Verständnis und Vertrauen.
Wie oft habe ich mir in den letzten Wochen und Monaten gewünscht, dass diese Grundsätze das Weltgeschehen bestimmen? Und dann doch wieder mit meiner Schwester gestritten, auf etwas, was mein Partner gemacht hat, ungeduldig reagiert und einem Arbeitskollegen Unvermögen (oder Schlimmeres) unterstellt. Warum fällt es uns nur so schwer, diese Haltung im Alltag zu leben? Vielleicht ist es ein bisschen wie mit dem schönen Sprichwort „Der Weg ist das Ziel.“ und es geht auch hier – wie so oft im Leben – nicht darum, etwas zu können, sondern etwas immer und wieder und wieder zu üben. Oder, wie Linda es ausdrückt: Let´s change the world – one TTouch at a time.
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17. Juli 2025
Ein kleiner Moment der Dankbarkeit
Blogbeitrag von Vanda Oosterhuis (NL)
Tellington Instruktorin für Pferde
Es war nichts Schlimmes was passierte, aber es gab mir einen Moment von Dankbarkeit und Freude.
Ich spazierte durch einen Park und als ich die Straße erreichte, stolperte ich und fiel sehr hart mit meinem Knie auf das Pflaster. Als Kind bin ich öfter auf meine Kniee gefallen, es macht aber einen großen Unterschied ob man 10 oder 70 ist…..
Ich war auf dem Rückweg von einem schönen und tiefgehenden Gespräch und war müde.
Mein Knie schmerzte sehr, aber zum Glück gab es eine Bank in der Nähe und ich hinkte dahin, froh mich setzen zu können.
Nach ein Moment dachte ich, ah ja, Ohren, und fing an sie auszustreichen. Das machte schon ein Unterschied und es ging mir etwas besser.
Dann habe ich kleine, ganz leichte TTouch Kreise gemacht um die Wunde herum. Es war eine Schorfwunde, die kaum blutete aber sehr schmerzte. Ausserdem fühlte sich mein Unterschenkel auch gefühllos an. Nach etwa 10 Minuten Ohren-TTouch, Kreise und Python-TTouch auf meinem Bein waren die Schmerzen weg und mein Bein wieder okay.
Nun saß ich da und genoss den regen Verkehr von hauptsächlich Fußgängern und Radfahrern. Keine Eile, nur einfach entspannt sitzen und alles genießen, auch das Wetter war schön.
Ich war so dankbar das es TTouch gibt! Ich habe im Laufe der Jahre schlimmere Situationen erlebt, wo TTouch sehr geholfen hat (Pferd mit Kolik, Sturz vom Pferd z.B.), aber dieser kleine Unfall hat mir einen so schönen Moment von tiefer Ruhe und Dankbarkeit gebracht!
Danach konnte ich wieder ruhig aufstehen und gut gehen. Entspannt bin ich nach Hause gefahren und konnte mich sogar freuen was da passiert war.
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13. Juli 2025
Leben im „Hier und Jetzt“
Blogbeitrag von Doris Prinstinger (A)
Tellington Instruktorin für Kleintiere
Beim letzten 6-tägigen Intensivseminar mit Debby Potts haben wir immer wieder festgestellt, wie großartig es ist, dass die Hunde im „Hier und Jetzt“ leben und sie uns dabei unterstützen, das ebenfalls zu tun. Zum Beispiel wenn wir sie ttouchen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich, wenn ich meinen Hund ttouche, in diesen Augenblicken alles um mich herum ausblenden kann. Ich denke nicht mehr an meinen Terminkalender, was ich noch alles erledigen muss oder an Situationen, die mich verärgert haben.
Der Geist wird frei und das Herz wird voll. Es ist wunderbar. Nachher stelle ich oft fest, dass sich vieles relativiert hat, ich bin wieder mehr bei mir selbst.
Und dann hatten wir ein Webinar, wo es um Traumata beim Hund ging. Eine Teilnehmerin fragte, wie es sein kann, dass Hunde durch frühere Erlebnisse traumatisiert werden, wo sie doch im „Hier und Jetzt“ leben.
Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Leben im „Hier und Jetzt“ bedeutet für mich nicht keine Vergangenheit (und Zukunft) zu haben. Das geht ja gar nicht. Dann würden die Hunde ja keine Signale können, weil sie im nächsten Augenblick schon wieder vergessen sind, oder auch nicht aus Erfahrungen lernen. Und da gibt es bestimmt noch unzählige Beispiele.
Für mich bedeutet es, präsent zu sein. Ganz bei der Sache. In diesem Augenblick.
Eine tiefe Verbindung mit dem Hund einzugehen, ohne an etwas anderes zu denken.
Das finde ich einfach schön.
Wie sehr Hunde tatsächlich im „Hier und Jetzt“ leben, kann ich nicht sagen. Ich habe einen Labradormischling und ab ca. einer Stunde vor Fütterungszeit ist er mit seinen Gedanken schon sehr in der Zukunft 😀
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10. Juli 2025
Ausgerechnet Jetzt ☹️ …nutze die Magie 🙂
Blogbeitrag von Anke Recktenwald (D)
Tellington Instruktorin für Menschen
In meinem Pferdekurs in Bayern treffen sich Schüler:Innen die schon viele Jahre mit mir arbeiten. Nicht alle wohnen vor Ort und so ist es immer ein fröhliches Ereignis für uns alle, auf das wir uns lange vorfreuen.
Und dann, am ersten Kursmorgen, wacht eine Schülerin mit Kopfschmerzen auf. Ja, es ist schon ein bisschen länger, dass sie das ab und an merkt. Aber ausgerechnet jetzt möchte sie sich doch auf den Kurs konzentrieren und Spaß haben.
Ich frage sie: Hast du schon Ohr-TTouch gemacht? “Ah, nee, ich hab nicht dran gedacht“, sagte sie, selbst verwundert. Und wo ich ja nun schon mal da bin und es immer schöner ist, wenn Jemand anders die Ohren ttoucht, wenn man gerade Kopfschmerzen hat, stelle ich mich hinter sie und beginne. Nach ein paar Strichen frag ich: “Wie ist es, so mit Tempo und Druck?”
Sie antwortet, halb verwundert, halb wissend: “Alles bestens” und zögernd: „Eigentlich ist es sogar schon weg…. Wenn ich eine Katze wäre, würde ich jetzt schnurren” 🙂
Ähnlich war es vor ein paar Jahren, als ich auf dem Vollblutarabergestüt Malz einen Kurs unterrichtete. Die Tochter des Hauses, die den Kurs mit ihrer Pferdewirtin zusammen organisierte, bekam um die Mittagszeit Kopfschmerzen. Ausgerechnet jetzt! Es waren wichtige Leute zu Gast, um die sie sich gern kümmern würde und nun fürchtete sie das Herannahen einer Migräne. Ich bot ihr an, mal eine Kopfbandage zu probieren und sie probierte es gern. Auch hier trat sofort eine Besserung ein.
Es ist einfach so wunderbar wie schnell und einfach man Situationen verändern kann – raus aus dem Schmerz oder Stress, rein in den Genuß, bei Mensch & Tier
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06. Juli 2025
Angst vor Begegnungen mit anderen Pferden
Blogbeitrag von Susanne Salzmann (D)
Tellington Instruktorin für Pferde
Eine Frage, die mir häufig gestellt wird. Mein Pferd hat Angst vor der Begegnung mit anderen Pferden. Für manche Pferde zeigt sich diese Angst in der Begegnung mit anderen Pferden unter dem Sattel, wenn man in der Halle, auf dem Abreiteplatz oder auch im Gelände an einander vorbei reitet. Manche Pferde haben Stress beim Vorbeigehen an einer Koppel mit anderen Pferden oder auch nur mit den Pferden in der Nachbarbox.
Die Grenzen des eigenen Körpers wahrzunehmen, klingt so banal. Du denkst: „Natürlich weiß jeder Mensch und jedes Pferd wo seine Körperlichen Grenzen liegen“ Doch häufig ist genau diese unklare Wahrnehmung die zu obigen Problemen führt.
Mit dem Tellington TTouch, dem Einsatz von Tellington Körperbändern und dem Training im Lernparcours muss nicht jedes Problem einzeln erarbeitet werden – die Pferde lernen mehr über ihren eigenen Körper, bekommen mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Sie können dadurch auch anderen vertrauen. Wer seine eigenen Grenzen besser spürt und wahrnimmt, hat nicht mehr so viel Angst vor der Begegnung mit anderen. Denn wer sich abgrenzen kann, fühlt sich auch sicher.
Die einfachsten Übungen bringen hier schon eine erstaunliche Wirkung, das Abstreichen des gesamten Pferdekörpers mit dem Tellington Zauberstab und den Händen. Etwas Ohren TTouch vor dem Reiten. Der Einsatz eines Körperbandes, beim Reiten. Nähere Informationen zum Thema Körperbänder, findest Du in dem Buch „Gut gewickelt für Pferde.“ erhältlich im Tellington Shop.
https://www.tellingtonshop.de/index.php/Gut-Gewickelt-f%C3%BCr-Pferde-DEUTSCH-p571975999
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03. Juli 2025
Rosas Gähnen
Blogbeitrag von Ingrid Wild (D)
Tellington Instruktorin für Pferde
Wie viele von uns haben schon im Zusammensein mit Pferden ein Gähnen des Tieres erlebt und dies als Zeichen der Entspannung oder der Beschwichtigung gedeutet.
Als ich Linda im Frühjahr nach Frankreich auf das Gestüt Delgado zu Magali Delgado und Frederic Pignon begleiten durfte, zeigte eines der Kurspferde auch ein ausgiebiges Gähnen im Training mit Linda:
Coralie betrat mit ihrer jungen Stute „Rosa“ den Trainingsplatz.
Wir hatten ihr bereits in der Box ein Tellington-Körperband und eine „Denkmütze“ angelegt. Die junge Stute war sichtlich aufgeregt und mit ihrer Aufmerksamkeit weit weg. Was die Zuschauer nun erleben durften, war ein Beispiel, wie sanft und effektiv die Tellington-Methode ist und wie schnell es gehen kann, Verbindung aufzubauen.
Linda nahm „Rosa“ in die Tellington Führposition des eleganten Elefanten und führte sie klar, ruhig und präzise im Labyrinth. Es dauerte nur eine Wendung im Labyrinth und für alle, die dabei waren, war ersichtlich was da passierte- voller Dankbarkeit für die angebotene Sicherheit wandte sich die junge Stute mit ihrer Aufmerksamkeit Linda zu.
Plötzlich war sie da- bei Linda und bei uns im Trainingsviereck. In wenigen Minuten verwandelte sich Rosas Nervosität in Vertrauen.
Im weiteren Verlauf der Trainingseinheit demonstrierte Linda einige TTouches an Rosa´s Körper und bei den TTouches im Hals und Kopfbereich reagierte „Rosa“ mit mehrmaligem heftigen Gähnen. Linda unterbrach ihr Arbeit sofort, löste die Lamaleine und ließ die Stute im Trainingsviereck frei. Während „Rosa sich im Sand wälzte, erklärte Linda den Zuschauern ihre Reaktion.
Das deutliche Gähnen der Stute bedeute hier nicht Entspannung oder Beschwichtigung, sondern Unsicherheit und körperliche Inbalance.
Und ich, gemeinsam mit vielen Zuschauern, durften wieder einen kleinen Meilenstein aus Lindas großer Erfahrung mit nach Hause nehmen.
Vielen Dank Linda und „Rosa“ .
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29. Juni 2025
Auch Schweine mögen Klarheit
Blogbeitrag von Daniela Zurr (D)
Tellington Instruktorin für Kleintiere und Menschen
Hast Du schon mal überlegt, wozu man einem Minipig ein Tellington-Körperband anlegen könnte?
Mir fallen viele Gründe ein, von der Vorbereitung auf das Tragen eines Brustgeschirrs, zur Verbesserung der Körperhaltung (viele Minipigs haben Senkrücken) bis zur Unterstützung bei tierärztlichen Maßnahmen. In unserem ttouch-n-click Kurs lernte Minipig „Birk“ ruhig auf einem Bodentarget stehen zu bleiben und sich ein Tellington-Körperband anlegen zu lassen.
Für ein faires Training ist es wichtig, dass sich alle Beteiligten wohl fühlen. Da eine Teilnehmerin schon Vorerfahrungen mit Bissen durch Schweine hatte, war für sie ein kleinschrittiger Aufbau, bei den Berührungen des Minipigs, die zunächst mit einem verlängertem Arm erfolgten, sinnvoll. Parallel lernte „Birk“, dass er durch ein ruhiges Positionieren des Kopfes im leeren Futternapf signalisieren kann, dass er bereit für den nächsten Schritt ist.
Durch die Verwendung eines Markersignals war eine klare Kommunikation, welches Verhalten belohnt wird möglich. Da Birk immer hungrig ist, waren die eingesetzten Pellets gute Verstärker. Auf Grund des gut strukturierten Aufbaus gelang es, innerhalb einer Trainingseinheit Birk das Tellington-Körperband anzulegen- und später auch wieder auszuziehen.
Weitere Trainingseinheiten werden nötig sein, damit dies auch mit anderen Personen und an anderen Orten klappt.
Herzlichen Dank an Stephan Gronostay für das Coaching dieser Traininsgeinheit.
Bei welchen Tierarten habt Ihr schon Tellington-Körperbänder angelegt? Teilt Eure Erfahrungen gerne auf Facebook oder per Email mit uns.
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26. Juni 2025
Würde und Respekt
Blogbeitrag von Bibi Degn (ESP, D)
Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde
Vor vielen Jahren übernahm ich ein Wort aus dem Sprachgebrauch von Jesper Juul: „gleichwürdig“. Es beschreibt genau das, was ich mir wünsche – eine Begegnung auf Augenhöhe. Schon immer war mir die Menschenwürde heilig, der Wunsch, alle Menschen als gleichwürdig sehen zu können. Als ich Linda begegnete, sah ich in ihrer Arbeit die Umsetzung dieser Haltung: das Tier als gleichwürdiger Partner – auch im Training.
In meinem Leitbild unserer Arbeit ist „Gleichwürdigkeit“ zentral: Wir arbeiten mit Tieren unter Wertschätzung ihrer Rolle als Mitbewohner der Erde. Wir respektieren ihre Würde und Einzigartigkeit und sehen sie als Lehrer für Menschen. Situationen, die Zwang erfordern, scheiden als Arbeitsmittel aus.
Mir ist bewusst, dass dieser Anspruch immer wieder nur in Annäherung erreichbar ist und doch inspiriert er mich täglich. Ja, wir wissen, dass Gleichwürdigkeit Widersprüche birgt – etwa beim Steak auf dem Teller oder der schicken Lederleine. Dennoch: Ich wünsche mir das Tier als Partner, als gleichwürdige Person im Spiegel meiner Liebe.
Was ist Würde? Friedrich Schiller verbindet sie mit Anmut, Adel und Schönheit. Wir erkennen sie leicht in einem stolzen Pferd, einem Jagdvogel am Himmel – schwerer fällt es bei überfahrenen Kröten oder Tierheimhunden. Doch auch sie haben diese Würde. Wie beim Menschen (Art. 1 GG) ist sie unantastbar – wenn wir nur hinschauen.
Würde wird bedroht durch Schmerz, Hilflosigkeit, Abhängigkeit, durch Mitleid statt Anerkennung. Tiere bedeuten für viele Menschen Halt – wir können Halt auch für sie sein. Die Kunst liegt im Blick auf das Potenzial, nicht auf das Defizit. Das Leben bringt unvermeidbar Leid mit sich. Tellington bedeutet, Wachstum zu begleiten und nicht Leid zu bejammern.
Respekt bedeutet „zurückschauen“ – hinschauen auf das Wesen, auf seine Hindernisse und seine Möglichkeiten. Die Tellington TTouch® Methode meistert diese Balance – sie erkennt, was trennt, und glaubt doch immer an die Vollkommenheit.
Auch ich bemühe mich darum – jedes Mal, wenn ich den TTouch anwende und damit das Wesen meines Gegenübers würdige.
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21. Juni 2025
Manche Hunde graben sich tief in dein Herz…..
Blogbeitrag von Sylvia Haveman (NL)
Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde
Diese geschriebenen Zeilen sind eine Hommage an Senta, einen wunderschönen Hund mit einem Herzen aus Gold. Sie verbrachte viele Jahre an der Seite ihres Menschenfreundes. Als er starb, war sie eine Stütze für ihr Frauchen. Sie genossen jahrelang die Gesellschaft des anderen, die Spaziergänge und den Garten.
Ich habe Senta kennengelernt, als sie vor 7 Jahren als Patientin in meine Physiotherapiepraxis kam, sie war gelegentlich etwas lahm am Hinterbein und wurde im Laufe der Jahre etwas steifer.
Obwohl wir vermuteten, dass Senta das ganze Getue um ihren Körper nicht für nötig hielt, blieb sie freiwillig liegen und schien die vielen TTouches, die ich machen durfte, zu genießen. Mein Ziel war es, Entspannung und Schmerzlinderung in die sensiblen Bereiche zu bringen. Im Laufe der Jahre habe ich alle mir bekannten TTouches verwendet und dies mit unterschiedlichen Handteilen je nach Form und Zugänglichkeit des Körperteils. Es gibt viele TTouches, die für einen älteren Hund von Vorteil sind. Senta stand regelmäßig auf, ging ein Stück und kam dann zurück, damit ich weitermachen konnte. Dieser Wechsel zwischen den verschiedenen TTouch-Sitzungen ist wichtig als Pause, um die bereitgestellten Informationen zu verarbeiten und gibt nützliches Feedback.
Die letzte Sitzung fand bei ihr zu Hause statt, in ihrer vertrauten Umgebung. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass es unser letzter Kontakt sein würde. Erst vor kurzem hat Senta, 14,5 Jahre alt, die Regenbogenbrücke überquert und nun schätzen wir die vielen schönen Erinnerungen, die sich so tief in unsere Herzen eingenistet haben.
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19. Juni 2025
Qualität statt Quantität- mit weniger mehr Tiefe gewinnen
Blogbeitrag von Lisa Leicht (CH)
Tellington Instruktorin für Menschen und Kleintiere
Im Zusammenleben mit unseren Tieren sind es nicht die vielen Methoden oder langen Stunden, die Verbindung schaffen und Veränderung ermöglichen, sondern die Qualität der Begegnung. Die Tellington TTouch®-Methode lädt dazu ein, weniger zu tun und mehr zu sein. Statt sich in zahllosen Techniken zu verlieren, liegt ihr Wert in der Tiefe: in der bewussten Berührung, der inneren Haltung und dem Dialog mit dem Tier auf Augenhöhe.
In einer Welt voller Methoden, Tipps und Trainingsansätzen wirkt das fast radikal. Doch wer sich entscheidet, mit einer Methode wirklich in die Tiefe zu gehen – zum Beispiel mit TTouch – entdeckt, wie viel in kleinen, bewussten Schritten liegt. Es geht nicht darum, ständig Neues auszuprobieren, sondern Bekanntes zu vertiefen. Wiederholung wird zur Verfeinerung. Achtsamkeit ersetzt Aktionismus.
Ein zentraler Aspekt ist das gemeinsame Stillwerden, bevor überhaupt etwas geschieht. Bevor wir berühren, ansprechen oder führen, dürfen wir erst einmal bei uns selbst ankommen. Ein paar bewusste Atemzüge, ein Hearthug, ein klares inneres Ja. Aus dieser Haltung heraus entsteht Resonanz: Das Tier spürt unsere Präsenz – nicht als Erwartung, sondern als Angebot. Es fühlt sich wahrgenommen, nicht gelenkt. Diese Stille schafft Vertrauen. Sie ist der Boden für jede echte Begegnung.
Diese Haltung verändert nicht nur das Tier – sie verändert uns. Aus einem „Ich mache etwas mit meinem Tier“ wird ein „Ich bin mit ihm“ – in Beziehung, gemeinsam im Prozess. Es braucht keine großen Gesten, keine langen Einheiten. Ein ruhiger Moment, ein feiner TTouch, ein stilles Zusammensein – das genügt oft, um eine Verbindung zu schaffen, die über Worte hinausgeht.
Weniger tun. Mehr sein. So beginnt echte Tiefe – mit Achtsamkeit, Vertrauen und Berührung.
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15. Juni 2025
Wunder mit Samtpfoten – Die Geschichte von Wolke
Blogbeitrag von Karin Petra Freiling (D)
Tellington Instruktorin für Menschen und Kleintiere
Manche Begegnungen berühren das Herz auf eine Weise, die man nie vergisst. Eine Klientin kam mit ihrer Tochter und ihrer Katze „Wolke“ zu mir – eine schneeweiße Angorakatze, die ihrem Namen alle Ehre machte. Die Tierärzte hatten bereits alles versucht. Lähmungen in der Hinterhand, keine Hoffnung mehr, das traurige Urteil: Einschläfern. Und das mit 11 Jahren. Doch eine Freundin riet den beiden, es noch einmal anders zu versuchen – bei mir.
„Das ist unsere Wolke“, sagte das Mädchen leise, als sie in die Praxis kam. „Die haben wir vom Himmel gepflückt.“ Ich war tief berührt. Ihre Liebe zu diesem Tier war so spürbar, so rein. Dann fragte sie mich ganz ernst: „Was werden Sie mit Wolke machen?“ Ich antwortete: „Bioresonanz stherapie, Amplivet (Stromtherapie) und ganz viel Tellington TTouch. Zauberkreise nenne ich die. Und weißt du was? Ich glaube, du kannst das ganz wunderbar selbst machen.“
Gesagt, getan. Während ich behandelte, hielt das Mädchen ihre Wolke ganz behutsam im Arm. Mit kindlicher Neugier lernte sie die sanften Tellington-TTouches – den Waschbär-TTouch und die Maus auf der Leiter. Sie übte an meiner Hand, mit perfektem Druck und Tempo, ganz instinktiv. Dann ließ ich sie Wolke berühren, ganz zart. „Und jetzt“, sagte ich, „stell dir während du die Zauberkreise ausführst, vor, dass Wolke wieder laufen kann.“ Sie überlegte kurz, dann strahlte sie: „Wie wenn Mama einen Parkplatz bestellt. Dann bekommen wir auch immer einen.“
Ich nickte zustimmend und war sehr beeindruckt von dem kleinen Schatz.
Und so berührte sie Wolke weiter, mit voller Konzentration und ganz viel Herz. Am Ende der Sitzung sollte Wolke in Ihre Transportbox, aber die Kleine bestand darauf: „Wir müssen doch erst noch schauen, ob Wolke wieder laufen kann.“ Und tatsächlich – Wolke stand auf und machte vier ganz normale Schritte.
Am nächsten Tag lief sie schon zehn Minuten. Heute springt sie wieder wie früher.
Diese Begegnung hat mir erneut gezeigt: Wunder geschehen dort, wo Liebe, eine klare Intention ( darin sind Kinder ganz wundervolle Lehrer) und Berührung sich begegnen. Ich liebe unsere Tellington TTouch Arbeit.
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12. Juni 2025
Nur Verhalten – oder Persönlichkeit
Blogbeitrag von Katja Krauß (D)
Tellington Instruktorin für Kleintiere
Ich liebe die Tellington Philosophie. Linda hat sich dazu so viele Jahre sehr viele Gedanken gemacht, bis alles enthalten war, was ihr wirklich wichtig ist.
Letzte Woche kam ich mit einer Bekannten in einen Laden und zwei Hunde bellten. Meine Bekannte ist die Chefin der Hundehalterin, die hinter ihren Hunden saß. Nun wollte meine Bekannte die Hunde streicheln und die Hundehalterin sagte: „Du weißt genau, wenn du sie streichelst, dann fange ich wieder von Neuem an (mit den Hunden zu trainieren, dass sie leise sein sollen)“.
Ich erklärte ihr daraufhin, dass das Bellen nur ein Symptom ist und sie mehr darauf schauen sollte, was die Ursache ist. Es sind doch die Emotionen, die uns und auch unsere Tiere beeinflussen, wie wir die Welt wahrnehmen, Entscheidungen treffen und mit anderen agieren.
Da unsere Tiere soziale Wesen sind, wird es ihre Emotionen häufig positiv beeinflussen, wenn sie Kontakt aufnehmen dürfen (sofern sie diesen wünschen) und wenn sie ruhig abgestrichen werden, z.B. mit Noahs Marsch.
In der Tellington Philosophie heißt es dementsprechend: „Wir respektieren und wertschätzen die eigene Persönlichkeit jedes Tieres und jedes Menschen, …“.
Dabei schauen wir also niemals nur auf den Aspekt Verhalten (das Bellen), sondern versuchen immer auch die jeweilige Situation und Geschichte dieser Persönlichkeit zu berücksichtigen.
Weshalb wir mit der Tellington TTouch Methode versuchen der Persönlichkeit in ihre physische, geistige und emotionale Balance zu verhelfen. Und damit verschwinden dann Symptome, die starke Erregung zeigen, z.B. wie das Bellen, häufig von ganz allein.
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08. Juni 2025
Unsicherheit hat viele Gesichter
Blogbeitrag von Lily Merklin (CH)
Tellington TTouch Instruktorin für Pferde
In ihrem schönen Beitrag vom 22. Mai hat meine Kollegin Ingrid Wild von den fünf Verhaltensweisen geschrieben, die Pferde in Stresssituationen zeigen. Leider gibt es immer noch viele Menschen, die bei Pferden „Flucht“ als einzige Reaktion auf Angst kennen. Dem gegenüber werden dann häufig Tiere gestellt, die auf Angst mit Kampf reagieren. So einfach ist das aber nicht. Pferde besitzen, genau wie wir Menschen und viele andere Tiere, sowohl die Fähigkeit zu fliehen als auch zu kämpfen. Darüber hinaus gibt es aber noch mindestens drei weitere Mechanismen, die bei Gefahr/Angst oder Unsicherheit zum Tragen kommen. Das Erstarren, „starr vor Schreck werden“ oder einfrieren kommt häufig in Krimis vor. Im Alltag kennen wir es bei besonders unheimlichen, plötzlichen Schrecksituationen. Pferde zeigen dieses Verhalten oft beim Verladen. Dann stehen sie wie angewurzelt vor dem Hänger und bewegen sich weder vor und zurück. Manche Reiter unterstellen ihrem Pferd in dieser Situation Dickköpfigkeit – häufig zu Unrecht. Hält dieser Zustand an, kommt als nächste Stufe das „Abschalten“, das Umkippen oder gar die Bewusstlosigkeit. Zwischen dem Einfrieren und der Ohnmacht ist bei Tieren der Totstellreflex angesiedelt. Dieses Phänomen wird bei Pferden selten so deutlich wie beim sprichwörtlichen „Kaninchen vor der Schlange“. Was wir dafür häufig sehen (und immer wieder mit Langeweile verwechseln) ist das „Herumblödeln“. Die Pferde fangen an mit irgendetwas herumzuspielen, mit den Füßen beziehungsweise Hufen zu scharren oder mit dem Maul zu spielen. Fast jedes Individuum reagiert bei Unsicherheit instinktiv mit einer gut gelernten und in der Vergangenheit bewährten Reaktion.
Überlegen Sie doch mal: Wie reagieren Sie bei Unsicherheit? Wie Ihr Tier? Und wie können Sie das verändern, wenn Sie wollen?
Der Stress ist dem Pferd förmlich ins Gesicht geschrieben: Es schlägt mit dem Kopf, nimmt immer wieder die Leine in den Mund. Zum Glück haben wir in der Tellington-Methode viele Möglichkeiten, den Stress zu reduzieren, so dass solche Bilder nur Momentaufnahmen sind.
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05. Juni 2025
Geduld, manchmal geht es nicht so schnell….
Blogbeitrag von Vanda Oosterhuis (NL)
Tellington Instruktorin für Pferde
Oft hört man, dass TTouch so wunderbar geholfen hat bei einem Pferd, Menschen oder Hund. An einem Tag während eines Trainings war der Hund sehr unruhig, am nächste Tag schon sehr viel ruhiger. Oder jemand hat selber TTouch bekommen und jetzt ist die Schulter, die schon immer steif war, viel lockerer geworden.
Ganz toll, so wirkt TTouch sehr oft!
Aber manchmal geht es nicht so schnell. Das ist auch was ich von Linda und TTouch gelernt habe: Geduld.
Veränderung kostet oft Zeit, gerade wenn ein Trauma sehr tief sitzt, eine (nicht so gute) Angewohnheit schon sehr besteht, oder ein Tier oder Mensch sich nicht so schnell verändern kann und einfach Zeit braucht.
Manchmal weiß man auch nicht, ob TTouch schneller hilft, z. B. als ich mein Schlüsselbein gebrochen hatte und sehr viel TTouchte. Es heilte nicht viel schneller als üblicherweise, was ich natürlich gehofft hatte. Aber vielleicht hatte es sonst doch länger gedauert? Oder war nicht so schön verheilt? Oder es war gut für mich das ich das Gefühl hatte, etwas Gutes für meinen Körper zu tun? Und die Geduld zu haben damit es gut heilte?
Veränderungen kosten nun einmal einfach oft Zeit, das habe ich von TTouch gelernt: die kleinen Schritte zu sehen, zu wissen was ich mit TTouches und Bodenarbeit tun kann. Oder einfach zu sehen, dass mein Pferd vielleicht einfach eine Pause braucht und ich geduldig abwarten muss was passiert.Ganz oft ist die Erfahrung, geht es danach plötzlich doch viel besser, ist mein Pferd ruhiger, versteht alles besser und es zeigt sich, dass es gut war, Geduld zu haben.
Fazit ist: Geduld haben und den Wesen Zeit geben, ist nicht immer einfach – aber auch das ist die Tellington TTouch Methode.
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01. Juni 2025
Das war der Kongress 2025 und was es über Tellington Körperbänder zu sagen gibt……
Blogbeitrag von Doris Prinstinger (A)
Tellington Instruktorin für Kleintiere
Letzte Woche, vom 19.-23. Mai, fand der 2. Tellington Kongress statt. Via Zoom haben wir uns jeden Abend von 19.00 – 20.00 Uhr getroffen.
Und – das Beste – es ist ja eigentlich noch nicht ganz vorbei. Denn du kannst dir noch das ganze restliche Jahr kostenlos! die Aufzeichnungen auf www.tellingtonkongress.at anschauen.
Am ersten Abend habe ich die Tellington TTouch Methode allgemein vorgestellt, wobei wir lange bei der zu Grunde liegenden Philosophie hängen geblieben sind.
Viviane Theby hat uns ihr AVE Prinzip vorgestellt und wir konnten einige Gemeinsamkeiten entdecken. Barbara Wienerisch hat sich mit uns Menschen beschäftigt. Wir machen immerhin 50% des Mensch-Hund-Teams aus. Karin Jansen war sehr beeindruckend. Sie konnte die Zusammenhänge im Körper allgemein und mit der Psyche im Besonderen sehr anschaulich erklären. In ihrem Buch hat sie auch die Tellington-Körperbänder erwähnt und so passte es perfekt, dass wir ihnen den letzten Abend widmeten.
Conny Gattinger hat und in die bunte Welt der Körperbänder entführt.
Über die Jahre haben wir ganz viele Erfolgsgeschichten damit gesammelt und wir wissen aus Erfahrung, dass Körperbänder wirken. Es freut mich, dass sich eine Tellington Kollegin und Hundephysiotherapeutin, Sandra Rutz von DogFitSports, damit beschäftigt und auf dem Canid Gait® Messungen damit vorgenommen hat. Mit erstaunlichen Ergebnissen.
Alles darüber kannst du dann im nächsten (oder übernächsten) Tellington Magazin https://tellington-methode.de/tellington-magazin/– der Tellington Zeitschrift nachlesen.
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29. Mai 2025
Sich einfach selber helfen
Blogbeitrag von Anke Recktenwald (D)
Tellington Instruktorin für Menschen
Die Teilnehmer übten den TTouch© aneinander, am Rücken. Eine Teilnehmerin mit Nierenproblemen spürte spontane Erleichterung. Obwohl ihre Nieren gar nicht in der Aufmerksamkeit waren wirkten die TTouch tiefgreifend. Eine andere Teilnehmerin, die schon seit längerem Verspannung im Hüftgelenk hatte, ttouchte sich dort selbst, und fragte verwundert, ob es denn wirklich sein könnte, das sie nach nur wenigen Kreisen, keinen Schmerz mehr dort spürte.
Eine Teilnehmerin hat Arthrose in den Fingern und wir suchten den passenden TTouch für ihre Hand. Nicht den TTouch mit dem sie behandelt werden wollte, sondern den, den die Hand am besten ausführen konnte. Am nächsten Morgen freute sie , erzählte sie „Jetzt werde ich auch mit der linken ttouchen!“ Die Schmerzen hatten sich auf ein Minimum verringert und die Gelenke zeigten deutlich mehr Beweglichkeit bei der Ausführung des TTouch am Sonntag. Sie übte nun auch mit der linken Hand und auch die verbesserte sich. Alle freuten sich über die einfache Selbsthilfe.
Es macht mich froh, dass viele Mütter in dem Kurs waren, die nun ihren Kindern diese wertvollen Tools zur Selbsthilfe bei Schmerzen und Stress mitgeben können. Ich erzählte von den TTouch, die meine kleine Freundin Anna Maria uns immer spüren lässt. Anna ist mit TTouch aufgewachsen. Seit ihrer Geburt kennt sie die Kreise und wendet sie, seit sie 3 oder 4 Jahre als ist, selbst an. Als sie 8 Jahre alt war besuchte sie uns in einem Kurs und ttouchte die Teilnehmer. Jeder konnte die besondere Magie spüren. Ein Kind das TTouch anwendet will nichts, es erwartet nichts, es bewegt die Haut mit Sanftheit und klarer Intention. Achtsam in der technischen Ausführung, doch ohne Sorge etwas falsch zu machen. Und man spürt in jeder Zelle die Liebe, die in der Berührung liegt. Und dieses besondere Berührung lässt die Zellen aufleuchten. Mögen irgendwann alle Kinder TTouch kennen und anwenden können“
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25. Mai 2025
Draumur – Traumata mit TTouch heilen 3
Blogbeitrag von Susanne Salzmann (D)
Tellington Instruktorin für Pferde
Angst vor Hufschmied, Tierarzt und Männern im Allgemeinen
Nach dem Draumur, dank der Tellington TTouch Methode für Pferde Vertrauen zu mir gefasst hatte, durfte ich schon sehr bald alles mit ihm machen. Halftern gar kein Problem mehr, in der Herde kam er zu mir und folgte mir freudig. Pflege, Reiten, Bodenarbeit, alles war sehr harmonisch mit uns.
Leider konnte er weder den Tierarzt, noch den Hufschmied akzeptieren, auch Begegnungen mit Männern im Allgemeinen z.B. beim Ausreiten traute er sich nicht an Spaziergängern vorbei. Natürlich nutze ich zunächst Ausweichstrategien wie z.B. eine Frau für die Hufpflege bestellen oder alles selber machen. Mir war jedoch klar, dass er diese Angst überwinden kann und sein Leben viel leichter wird, wenn wir daran arbeiten.
Wann immer ein Mann, an einem meiner Tellington TTouch Kurse teilnahm, bat ich ihn Draumur mit mir zusammenzuarbeiten. Ich habe damit begonnen, TTouch anzuwenden, während der Teilnehmer neben mir stand, dann nach dem Draumur deutlich zeigte, dass er sich entspannen kann, durfte der Teilnehmer TTouch machen. Dabei blieb ich zunächst immer in der Nähe von Draumur.
Jahre später, lief Draumur freudig Männern auf der Weide hinterher. Dies half uns bei unserem Thema mit dem Hufschmied und machte das Leben für Draumur viel leichter, da er nun auch dem männlichen Stallpersonal vertrauen konnte. Auch Spaziergänger verlieren ihren Schrecken, was wieder zeigt, dass man mit dem TTouch nicht jedes Problem einzeln angehen muss – die Pferde lernen mehr über ihren eigenen Körper, bekommen Selbstvertrauen und können dadurch auch anderen vertrauen.
Mehr beim nächsten Mal! Euer Herr Professor Draumur & Susanne Salzmann
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22. Mai 2025
„Können statt wollen “
Blogbeitrag von Ingrid Wild (D)
Tellington Instruktorin für Pferde
Stellen Sie sich Ihre größte Angst vor- und der Großteil der Menschen, denen ich begegne trägt irgendeine Angst in sich; sei es die Angst vor Spinnen, Prüfungen, Höhe, dem Fliegen, in engen Räumen, vor Menschenansammlungen, Krankheit etc.Und nun, wie würden sie der Herausforderung begegnen, sich ihrer größten Angst zu stellen? Was würde Ihnen helfen die Angst zu bewältigen?
Für Pferde bedeutet das Einsteigen in einen Hänger und darin stehen zu bleiben, genau solch eine Herausforderung.
In einen Hänger zu steigen heißt für das Fluchttier Pferd in einem engen, geschlossenen Raum, ohne Fluchtmöglichkeit, auf hohlem Untergrund, mit einem ungewissen Ziel, eine ungewisse Zeit zu verbringen und die Einsteigeprozedur wird meist noch von gestressten Zweibeinern begleitet- das liest sich genauso unattraktiv, wie es sich für den Großteil der Pferde darstellt.
Wie kann ich diese Situation also attraktiv machen, bzw. gestalten?
Ganz oft höre ich von den HalterInnen der Pferde, dass das Tier keine Angst hat, sondern nur keine Lust oder einfach nicht will.
Ich erlebe Pferde als unglaublich kooperativ, sanftmütig und immer wieder bereit, sich auf uns Menschen einzulassen. Sie lassen sich problemlos ein Halfter anziehen, von A nach B führen, putzen, satteln, reiten, vor die Kutsche spannen etc und wenn sie dann vor einem Pferdehänger stehen und nicht einsteigen, dann urplötzlich verlässt sie die Bereitschaft und sie „wollen“ nicht?
Mit dem einfachen wie genialen Satz von Linda: „Ersetze das Wort: will, durch das Wort: kann„ schaffe ich es, die Atmosphäre zu verwandeln und einen Trainingsansatz zu finden.
Denn wenn das Tier nicht in den Hänger steigen kann (anstatt nicht in den Hänger will), ist es unsere Aufgabe die Ursache für das Unvermögen herauszufinden und für die HalterInnen wird klar, dass das Pferd Hilfe braucht, statt Druck und Gewalt.
Dann ist der Blick frei, um zu erkennen, ob es sich beim Verhalten des Pferdes um eine der 5 Verhaltensweisen handelt, die Pferde in Stresssituationen zeigen. Ein Lernen oder Zuhören ist in keiner dieser Situationen für das Tier möglich.
Im Tellington- Lernparcours kann ich mein Pferd befähigen, alle Aufgaben, die das Verladen und Fahren im Hänger voraussetzt, zu lernen und ihm damit die Sicherheit zu geben, die gestellte Aufgabe bewältigen zu können.
Mit gezielten kleinen Schritten und unterschiedlichen Lektionen, kann ich die Verladesituation mit einzelnen Fördernissen nachstellen und üben und am Schluss die einzelnen Elemente immer weiter zusammenbringen, bis ich die Verladesituation mit allen Fördernissen am Boden (ohne Hänger) simulieren kann. Des Weiteren wird deutlich erkennbar, welche Elemente für das jeweilige Pferd am schwierigsten sind und ich kann darauf Rücksicht nehmen. Eine der wichtigsten Übungen und für mich die Voraussetzung, mich mit Pferd an das Training mit Hänger zu machen, ist die Tellington-Führposition des „Dingo“.
Wenn es dann soweit ist und ich mit dem Pferd vor dem Hänger stehe, bereit zum Verladen, nehme ich die Sorgen der Pferde ernst. Ich erkläre ihnen die Aufgabe, ermutige sie und warte bis sie ihre Entscheidung, die Aufgabe bewältigen zu können, getroffen haben.
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18. Mai 2025
Gelassenheit, in herausfordernden Situationen
Blogbeitrag von Daniela Zurr (D)
Tellington Instruktorin für Kleintiere und Menschen
Auf der Rückfahrt aus der Toskana bin ich mit dem Auto an einem Hang „hängen geblieben“.
Der Weg war steinig, voller Schlaglöcher und steil. Beim Ausweichen wegen einem Schlagloch sind wir zu langsam geworden und in einer Rinne im Boden stecken geblieben. Anfahrversuche waren vergeblich, so dass wir uns den Hang rückwärts wieder herunterrollen lassen mussten, um wieder auf ein ebeneres Teilstück zu kommen und dann erneut den Hang in Angriff zu nehmen.
Normalerweise eine Situation, die mich deutlich gestresst hätte. Dieses Mal war ich sehr gelassen und habe einfach nur das getan, was notwendig war: Das Auto langsam und kontrolliert rückwärts rollen lassen und dann schwungvoll anfahren, in der Überzeugung, dass wir diese Situation meistern werden.
Und es hat sofort geklappt. Oben angekommen habe ich mich gefragt, ob meine Gelassenheit mit 6 Tagen Tellington TTouch in Zusammenhang stand. Wir haben uns in dem Kurs viel mit „Just do the work“ und sich flexibel an Situationen anpassen beschäftigt.
Vielleicht war dies in diesem Moment so gut in meinem Unterbewusstsein verankert, dass ich deshalb die Situation so einfach gemeistert habe?
Ich wünsche allen LeserInnen viel Freude mit Tellington TTouch und beim Mitnehmen der Gelassenheit in den Alltag.
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15. Mai 2025
Die Kraft der positiven Gedanken
Blogbeitrag von Bibi Degn (D)
Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde
Der Organismus kennt seine Funktionen und kann sich selbst regulieren
Tellington TTouch Practitioner verstehen sich nicht als Heilende oder Trainer bzw. Trainerinnen. Die Methode basiert auf dem Wissen, dass Lebewesen über Selbstheilungs- und Selbstorganisationskräfte verfügen – und dass unsere Gedanken sowie Emotionen Organisations- und Heilungsprozesse beeinflussen können.
Positive Gedanken?
Die Psychoneuroimmunologie zeigt z.B. in alten und aktuellen Studien, dass positive Gedanken die Immunfunktion stärken und Stress reduzieren. Vertrauen und Zuversicht arbeitet kann Spannungen abbauen und Selbstheilung aktivieren.
Spiegelneuronen und emotionale Verbindung
Andere Forschungen belegen, dass achtsame Berührung das Nervensystem beruhigt und Heilungs- und Organisationsprozesse unterstützt. Soweit die Berührungen des Tellington TTouch®.
Dabei nehmen Tiere Stimmungen ihrer Menschen wahr – ein Effekt, der durch Spiegelneuronen erklärbar ist. Studien belegen, dass Hunde z.B. auf menschliche Emotionen reagieren. Eine positive innere Haltung des Menschen wird das Tier positiv beeinflussen.
Der Placebo-Effekt
Der Glaube an eine Behandlung kann messbare Veränderungen bewirken. In der Tiertherapie spielt dies, gemeinsam mit dem Effekt von Spiegelneuronen eine Methode glauben, erzielen bessere Ergebnisse (Kaptchuk et al., 2008).
Die Philosophie von TTouch
Tellington TTouch ist eine Technik – und es ist auch eine Haltung des Vertrauens und der Achtsamkeit. Die Kombination aus Berührungen, Bodenarbeit und positiver innerer Haltung macht TTouch zu einem ganzheitlichen Ansatz. Es fördert das Wohlbefinden, aber stärkt auch das Vertrauen des Tieres in seine Umwelt. Es wirkt aber nicht nur auf deine Tiere, sondern stärkt auch dich selbst und dein Vertrauen ins Leben.
Kopf in den Sand?
Das Wachhalten kraftvoller positiver Gedanken ist in einer Zeit der Überschwemmung mit erschreckenden Nachrichten und Bildern wichtiger denn je. Das bedeutet aber nicht, den Kopf in den Sand zu stecken, weder im Großen noch in unserer Fürsorge für unsere Tiere. Positives zuversichtliches Denken bedeutet nicht, die Handlungsebene zu vernachlässigen – also geh zu Fachleuten für Gesundheit und/oder Verhalten, oder zu Tellington Practitionern, setze dich kraftvoll ein und sei zuversichtlich – es wird!
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11. Mai 2025
Die Technik ist nicht das Wichtigste
Blogbeitrag von Sylvia Haveman (NL)
Tellington Instruktorin für Hunde, Kleintiere und Pferde
Kürzlich war Senior Instructor Robyn Hood, Schwester von Linda Tellington Jones, in den Niederlanden, um ein Advanced für Practitioner zu unterrichten und dann weitere 4 Tage Live-Training für Hunde und Kleintiere.
Am Montag arbeiteten wir miteinander und mit den Eseln des Eselvereins. Was für schöne Tiere! Sie kamen neugierig zu uns, ließen uns TTouches machen, gingen für eine Weile weg und kamen zurück, um mehr zu erfahren.
Besonderes Augenmerk legten wir auf einen Esel mit einem vermutlich alten Trauma (einem gebrochenen Becken). Wir arbeiteten am optimales Gleichgewicht und machten entspannende TTouches am ganzen Körper.
In den folgenden Tagen gab es Teilnehmer und Assistenten aus den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Polen, die sich an Robyns inspirierendem Unterricht erfreuten.
Eigene Hunde waren mitgebracht worden und es herrschte eine harmonische Stimmung. Unser Stundenplan war sehr voll! Was in diesen Tagen sehr deutlich wurde, war, dass es natürlich schön ist, dass wir korrekte TTouches machen, aber dass der technische Aspekt bei dieser Methode nicht das Wichtigste ist.
Es geht sehr viel um die Philosophie und Einstellung, als dass alle Aufmerksamkeit auf eine perfekte Ausführung gerichtet ist. Eine weniger perfekte achtsame Berührung kann ebenfalls effektiv sein, das Feedback des Tieres wird zeigen, wie es die Berührung empfand.
Was mir von dieser Woche sicherlich in Erinnerung bleiben wird, ist Robyns nachdrückliche Aussage „es geht nicht nur darum, eine perfekte Technik zu haben“ und die viel zitierte Aussage der verstorbenen Edie Jane Eaton „mach einfach die Arbeit“!
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08. Mai 2025
Wo wir uns treffen…
Blogbeitrag von Lisa Leicht (CH)
Tellington Instruktorin für Menschen und Kleintiere
In der Tellington-Arbeit begleiten wir Lebewesen mit dem Leitsatz: „Triff den Anderen dort, wo er gerade ist.“ Gemeint ist eine Begegnung von Herz zu Herz, Seele zu Seele – und, wie Linda Tellington-Jones sagt, von Zelle zu Zelle.
Kürzlich fiel mir wieder das Buch „Die große Gemeinschaft der Schöpfung – Gespräche zwischen Mensch und Tier“ von J. Allen Boone in die Hände, das Linda in den 1990er-Jahren empfohlen hatte. Während meiner Tellington-Ausbildung habe ich viel darin gelesen und daraus gelernt. Danach stand es lange unbeachtet, aber nie vergessen, im Regal. Diesmal suchte ich gezielt den großartigen Abschnitt über Regenwürmer – und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, so stark war die Resonanz.
Boone, ein Hollywood-Journalist, erzählt darin von seiner tiefen Verbindung zu Strongheart, einem deutschen Schäferhund, der vom Kriegshund zum Filmstar wurde. Die Begegnung mit dem Tier veränderte sein Bewusstsein grundlegend. Er lernte, Strongheart zuzuhören, von ihm zu lernen – und erkannte, wie seine Gedanken und Emotionen das Verhalten des Hundes beeinflussten. Boone beschreibt, wie er die Gewohnheit ablegt, geistig auf andere Lebewesen hinabzusehen, und begann, sein Innerstes bewusst in die Beziehung einzubringen. Seine Liebe und sein Respekt verlangten von ihm, nur das Beste von sich zu zeigen – und so an sich selbst zu arbeiten.
In einem weiteren Abschnitt spricht ein Beduine davon, dass er sich seinen Pferden und Kamelen nur mit positiven Gedanken wie Aufrichtigkeit, Achtung, Demut und Mitgefühl nähert – stets mit dem Wunsch, nur das Beste von sich mit ihnen zu teilen.
Kinship with All Life erschien 1954 – und ist für mich ein Schlüssel zum Verständnis echter Begegnung.
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04. Mai 2025
Trust – Vertrauen ist der Schlüssel
Blogbeitrag von Karin Petra Freiling (D)
Mein Border Collie Bambus ist mit Tellington TTouch aufgewachsen. Er spürt mehr, als Worte sagen können – oft liest er meine Gedanken, handelt, bevor ich spreche.
Als ausgebildeter Therapiehund begleitet er mich regelmäßig ins Seniorenheim, er arbeitet mit seinen Fähigkeiten, ich mit Tellington TTouch for You. Eines Tages blieb er plötzlich an einem kleinen Tisch stehen, bei einer alten Dame, die kaum noch verständlich sprechen konnte. Er legte seinen Kopf zart auf ihren Schoß, ließ sich kraulen – und wich nicht mehr von ihrer Seite.
Ich ließ ihn gewähren. Nach einer Weile holte er einen kleinen Teddy aus meinem Korb und brachte ihn ihr. Die Dame lachte, warf ihn, Bambus brachte ihn zurück. Immer wieder. Die beiden spielten, lachten, sie küsste ihn auf den Kopf. Bambus liebt es ganz eng gekuschelt und geküsst zu werden. Er kam voll aus seine Kosten. Am Ende der Stunde strahlte mich die Dame an, sie küsste auch mich auf die Stirn und winkte begeistert.
Es war ein magischer Moment voller Freude und Tiefe. Ich war noch den ganzen Tag begeistert von diesem Treffen und freute mich das Bambus der Dame soviel Spaß bringen konnte.
Am nächsten Tag war ich zu tiefst berührt, denn es brannte im Heim eine Kerze, dahinter das Bild dieser Omi – sie war gegangen. Und ich wusste: Bambus hatte es gespürt. Er wollte ihr ein letztes Fest schenken und sie mit einer Party begleiten. Seit diesem Tag weiß ich noch tiefer, was TTouch wirklich bedeutet: nicht nur, dass unsere Tiere uns vertrauen – sondern dass auch wir ihnen vertrauen dürfen. Denn oft wissen sie mehr als wir uns auch nur im Entferntesten vorstellen können.
Nehmt Eure Schätze in den Arm, sagt Ihnen wie sehr Ihr sie liebt und vertraut auf Sie.
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01. Mai 2025
JA
Blogbeitrag von Katja Krauß (D)
Das Leben, auch im Umgang mit unseren Tieren, wird so viel einfacher, wenn wir “Ja” statt “Nein” sagen. Ja, ich habe dich in deinen Wünschen und Bedürfnissen gesehen und selbstverständlich ist es möglich eine Strategie zu finden, dass wir beide damit fein sein können.
Meine neue Hündin Tracee ist es aus ihrem alten Leben gewohnt, Vögeln hinterher zu jagen. Sie liebt die Bewegung und die Idee, sich auf andere einzulassen. Ich kann sehen, wie sehr sie darin aufgeht, die Vögel zu beobachten und dann hinter ihnen her zu jagen. Ich hatte sogar den Eindruck, dass die Vögel zum Teil (nicht alle) auch Spaß daran hatten und das Spiel mitspielten.
Tracee ist ansonsten ein eher ernsthafter Hund. Ich nehme an, dass sie leider auch schon viele üble Dinge in ihrem Leben erfahren musste. Deshalb freue ich mich, wenn ich sie mal fröhlich und ausgelassen erleben darf.
Allerdings bedeutet es, dass sie zur Zeit draußen noch viel an der Leine läuft und ich IMMER etwas sehr Leckeres parat habe, wenn ich sie rufe. Mit dieser Strategie arbeiten wir daran, dass ich sie abrufen kann, wenn ich der Meinung bin, dass die Vögel es nicht schätzen werden, wenn sie dorthin läuft oder dass sich Tracee womöglich in Gefahr begibt, wenn sie nicht auf der Stelle zurückkommt.
Zudem ttouche ich sie fast jeden Abend und ich merke, wie viel entspannter sie schon geworden ist. Mit jeder entspannten Faser, die dazu kommt, merke ich auch, wie sie ansprechbarer wird. Als ob sie einfach durchlässiger wird und ihren Panzer mehr und mehr ablegt.
Bei unseren Hühnern reichte übrigens EINE Situation, in der ich sie ansprach und sagte, dass die Hühner zu unserer Familie gehören und seitdem liebt sie es, inmitten der Hühner zu stehen und diese bei ihren alltäglichen Beschäftigungen zu beobachten.
Ich konnte sie bereits nach einer Woche stundenlang mit den Hühnern alleine lassen, ohne irgendwie ein schlechtes Gefühl dabei zu haben.
Ich bin überzeugt, dass das auch damit zusammenhängt, weil ich nicht “Nein” zu ihrer Vogelleidenschaft gesagt habe, sondern “Ja” zur Vogelbeobachtung und “Ja” zum hinterherlaufen, wenn es für alle Parteien in Ordnung scheint und sie sich im Zweifelsfall sofort abrufen lässt. Vielleicht ist sie einfach ein “Birder” in Hundegestalt:-)
Ich würde mir sehr wünschen, dass jeder Tierhalter anfängt darüber nachzudenken, ob das “Nein” vielleicht in ein “Ja” verwandelt werden kann.
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27. April 2025
Hunde, mit sehr schwieriger Vorgeschichte
Blogbeitrag von Daniela Zurr (D)
In diesem Monat durfte ich in Italien einen Tellington TTouch Zertifikatskurs unterrichten. Es ist immer wieder eine wunderbare Erfahrung, Tiere und ihre Menschen in einem anderen Land kennenzulernen.
Mit dabei war auch „Oliver“ ein Rottweiler, der das erste halbe Jahr seines Lebens in einem kleinen Raum eingesperrt verbracht hat und daher leicht mit Umweltreizen und anderen Lebewesen überfordert ist. Zusätzlich hat er verschiedene Gelenkprobleme und braucht umfassende Unterstützung. Er hatte das Glück von Natalia, einer der Teilnehmerinnen im Tierheim entdeckt zu werden. Sie hat die Herausforderung angenommen, „Oliver“ in ihre Familie zu integrieren und ihm schrittweise dabei zu helfen, die Welt kennenzulernen.
Mittlerweile in seinem dritten Tellington-Kurs hat „Oliver“ einige Freundschaften geschlossen und kann mit einer anderen Teilnehmerin und ihrer Hündin in derselben Ferienwohnung wohnen. Er kann mit ausreichend Abstand in Sichtweite zur Gruppe im Tellington-Lernparcours arbeiten, sich zeitweise mit im Seminarraum aufhalten und Neues lernen. Hunde wie „Oliver“ zeigen uns, welche Entwicklungen auch bei Hunden mit sehr schwieriger Vorgeschichte mit liebevoller und fachlich kompetenter Unterstützung möglich sind.
Ich wünsche mir, dass noch mehr Tierheimhunde ihre Natalia finden.
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25. April 2025
Es war nicht nur ein Seminar, es war ein Erlebnis
Blogbeitrag von Daniela Zurr (D)
Neulich habe ich in Österreich unterrichtet und ein Teilnehmer schrieb: „Es war nicht nur ein Seminar, es war ein Erlebnis“. Was für ein herzerwärmendes Lob! Obwohl ich immer gerne unterrichte, ist Tellington TTouch auch für mich selber immer wieder ein besonderes Erlebnis. Was macht diese Seminare so besonders? Vielleicht ist es die Summe vieler Faktoren?
Häufig beginnen wir mit einem Herz-TTouch für die Menschen und fördern so eine gelassene und freundliche Grundstimmung. Die Kombination aus TTouch, Tellington-Körperbändern und Tellington-Lernparcours bietet viel Abwechslung und die Lernaufgaben werden ganz individuell an die Bedürfnisse der Tier-Mensch-Teams angepasst. Auch die TeilnehmerInnen achten in der Regel sorgfältig auf die Bedürfnisse anderer und pflegen einen wertschätzenden Umgang. Dies scheint ein sich selbst verstärkender Kreislauf zu sein, der das Unterrichten für die Referentin sehr leicht macht. Wer die Tellington TTouch Atmosphäre selber live erleben möchte, hat in nächster Zeit zahlreiche Möglichkeiten in Präsenz oder online.
Ganz besonders freue ich mich, auf das ttouch-n-click Katzenmodul. Fünf Tage lang TTouch und Training mit Katzen, 3 davon in einem wunderbaren Tierheim von Proanimal, die Tierherberge “Rendez Vous mit Tieren” bei Markgrafpieske.
Vielleicht bist Du auch dabei?
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20. April 2025
Alles in Balance…
Blogbeitrag von Doris Prinstinger (A)
So sollte es sein. Work-Life-Balance, der Körper in Balance und es schadet auch nicht, wenn das Darm-Mikrobiom in Balance ist. Der Alltag birgt jedoch immer wieder Überraschungen, die uns aus der Balance bringen. Ich denke, das ist normal – das ist das Leben.
Von Bedeutung mag sein, wie schnell wir wieder in Balance, in unsere Mitte, kommen.
Bei unseren Tieren ist das genau so.
In der Tellington Methode haben wir viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie wir die Balance wiederherstellen können. Viele davon wurden in diversen Blog-Beiträgen schon erwähnt.
Vor einiger Zeit sind mir zwei Bücher in die Hände gefallen, die sich nun ebenfalls damit beschäftigen, den Hund in Balance zu bringen.
Dr. Viviane Theby hat ein Konzept entwickelt, dass das Verhalten der Hunde auf unterschiedlichen Ebenen betrachtet. Ihr AVE (angepasste Verhaltensentwicklung) Konzept beinhaltet Themen wie: Stress, Gefühle, autonomes Nervensystem, Co-Regulation und stressresiliente Entwicklung. Gleich das erste Kapitel heißt jedoch – „Die meisten Hunde sind nicht im Gleichgewicht“. Nachzulesen in ihrem Buch „ Stressfrei im Hundealltag“.
All diese Begriffe sind uns in der Tellington Welt natürlich auch ein Begriff und wir haben unsere Mittel und Wege damit umzugehen. Ich finde verschiedene Blickpunkte immer wieder spannend und so war es mir ein großes Vergnügen, die Verbindung zu meiner Arbeit herzustellen.
Anders das Buch von Karin Jansen: „Was Hunde bewegt“. Die von ihr entwickelte MotoKynogogik beobachtet und berücksichtigt nicht nur die Bewegungsabläufe, sondern auch die seelischen Spannungen und Gefühle.
Hier hatte ich einige Aha-Erlebnisse darüber, was Hunde so alles als traumatisch empfinden können. Des Weiteren bekam ich einige Ideen, wie ich den Tellington Lernparcours noch gezielter gestalten kann, um den Hund zu fördern.
Und weil ich so inspiriert war (und bin) sind diese beiden Hunde-Expertinnen heuer zu Gast bei unserem Tellington Hundekongress, den ich gemeinsam mit meiner Kollegin Cornelia Gattinger organisiere.
Ebenfalls zu Gast ist Barbara Wieneritsch, Tellington Practitioner für Hunde und Menschen. Sie wird uns Übungen vorstellen, wie wir Menschen es schaffen, auch in schwierigeren Situationen mit unserem Hund in Balance zu bleiben.
Der Kongress ist kostenlos und die Anmeldung jederzeit möglich. Wir freuen uns auf Dich!
https://www.tellingtonkongress.at
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17. April 2025
Die lauschende Muschel
Blogbeitrag von Anke Recktenwald (D)
In der heutigen Zeit wird viel an unserer Sprache „gedreht“. Es werden Buchstaben und Schreibweisen verändert, und jeder, der klug erscheinen möchte, sucht sich ein wenig bekanntes Wort oder kreiert ein Neues.
Mir ist es lieber, wenn Menschen sich verstehen und dafür nutze ich lieber altbekannte Wörter. In meinem Unterricht verwende ich einfaches Deutsch und vertraute Wörter.
Aber es ist nun mal die Zeit und auch in der Tellington-Methode® wurden Wörter geändert. So wurde z.b. aus dem Regenwurm die Raupe. Doch die Muschel blieb unberührt, obwohl die Übersetzung auch hier nicht perfekt ist.
Linda sagt oft wie wichtig es ist, die Tierbilder zu visualisieren, um die logischen und kreativen Bereich des Gehirns zu aktivieren. So lies ich meine SchülerInnen, der mehrjährigen Online Lerngruppe, Tierbilder zu den verschiedenen TTouch suchen.
Und dabei kamen wir auch zur „Muschel“, unsere deutsche Übersetzung der „Abalone“.
Die Abalone ist jedoch gar keine Muschel, sondern eine Schnecke, die nur aussieht wie eine Muschel. Und die richtige deutsche Übersetzung ist „Seeohren“ Ein schönes Wort, oder?
Linda ist es wichtig, dass die Hand, die die Muschel ausführt, leicht gewölbt ist. So ähnelt sie, wie die Abalone, auch einer Ohrmuschel.
Seither unterrichte ich die Muschel mit der Intention des Lauschens. Des Lauschen, dieser kleinen Schnecke in der Schale, auf die Antwort der Zellen. Ein Hinhören, wie die Zellen sich fühlen, mit dem Druck und dem Tempo, das ich gerade wähle.
Es klingt für viele erst schwierig. Wie soll man Zellen hören können? Doch wenn sie beginnen zu lauschen, ändert sich der TTouch. Aus dem Monolog wird ein Dialog, die Achtsamkeit wächst und damit die Verbindung. Innigkeit und Friede entwickelt sich mit den lauschenden Händen.
Probier es mal aus – lass deine Seeohren lauschen und entdecke, wie du immer mehr verstehst.
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13. April 2025
Draumur – Traumata mit TTouch heilen 2
Blogbeitrag von Susanne Salzmann (D)
Draumur, ein Islandpferd mit negativen Erfahrungen im Umgang mit Menschen. Nach unseren ersten Begegnungen, bei denen ich auf der sicheren Seite des Zauns blieb, konnte er lernen, meine Gesellschaft nicht nur zu ertragen, sondern als angenehm wahrzunehmen. Dabei half mir TTouch, indem ich meine eigene Herzkohärenz herstellte. Draumur lehrte mich, erst mit mir selbst im Kontakt zu sein und mein Gleichgewicht zu wahren, bevor ich anderen helfe, ihres zu finden.
Als er mir durch Körpersprache und Gesichtsausdruck zeigte, dass ich willkommen war, betrat ich die Paddock-Box. Er akzeptierte meine Anwesenheit, solange ich seinen Raum respektierte. Immer wenn er signalisierte, dass es genug war, gab ich ihm eine Pause. Fühlte ich mich unsicher, nutzte ich TTouch für mich selbst. Ich wollte ihm zeigen, dass er sich mir nähern kann, ohne Aggression zu erwarten.
Nach kurzer Zeit begann ich mit dem Abstreichen mittels Tellington-Zauberstab – zunächst an mir selbst, dann an ihm. Bevor ich seinen Körper berührte, malte ich die Linien seines Körpers aus der Distanz nach. Wir lernten, einander zuzuhören. Ich beobachtete sein Verhalten genau und machte viele Pausen – ein essenzieller Bestandteil der Tellington TTouch® Methode. In diesen Momenten entfaltet sich oft das Verständnis: „Ah, meine Grenzen werden respektiert!“
Bald genoss Draumur die Berührung mit der Tellington-Gerte am ganzen Körper, während ich weiterhin einen Meter Abstand hielt. Raum gibt Sicherheit. Etwas Wesentliches, das ich von Linda Tellington-Jones gelernt habe: Vertraue deiner Intuition! Wenn ich mich nicht sicher fühle, tut es das Pferd auch nicht. So konnten wir uns achtsam annähern.
Wenn du wissen willst, wie es weitergeht – Fortsetzung 25. Mai 2025 hier im Blog oder in einem meiner Zoom-Meetings.
Die Arbeit mit Pferden ist auch eine Arbeit an uns selbst – ein fortwährender Prozess, in dem wir lernen, wer wir sind, wer wir sein wollen und wer wir werden könnten.
Mehr beim nächsten Mal!
Euer Herr Professor Draumur & Susanne Salzmann
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10. April 2025
Tellington-Körperband für Kater “Bolle”
Blogbeitrag von Ingrid Wild (D)
Heute gab es einen freudevollen Start in den Tag für mich, als die Box mit meinen neuen Tellington- Körperbändern mit der Post bei mir ankam. Ich habe sie sofort geöffnet und mich über die verschiedenen Varianten der Körperbänder in der wunderschönen Jubiläumsfarbe “fuchsia” gefreut.
Der erste, der eines der neuen Tellington- Körperbänder ausprobieren durfte, war unser kleiner Kater “Bolle”. Er lebt seit ca. 3 Monaten bei uns und kennt die Körperbänder noch nicht.
Ich habe das 2 cm Körperband leicht in meiner Hand geknäult und mit dem Knäuel in meiner Hand ein paar leichte Tellington TTouches® auf dem Katerchen gemacht. Danach habe ich die Hand geöffnet, “Bolle” das Körberband gezeigt und ihn schnuppern lassen. Anschließend habe ich ihm das Band leicht vor die Brust gelegt und die beiden Enden des Tellington -Körperbandes über seinem Rücken gekreuzt und die Enden erstmal hängen lassen, ohne sie zu befestigen.
Mit den losen Bandenden über seinem Rücken liegend habe ich noch mal ein paar Tellington TTouches auf seinem Körper gemacht. “Bolle” blieb entspannt liegen und so konnte ich die Enden unter seinem Bauch kreuzen, über seinen Rücken führen und an der Seite mit dem Klettverschluss sanft verschließen.
Ich habe ein paar Lama -TTouches auf seinem Rücken gemacht, während er das Körperband trug. Nach einer guten Minute habe ich das Körperband wieder entfernt und die Session mit Noahs Marsch -TTouch beendet.
So kann die erste Begegnung mit einem Tellington-Körperband aussehen..
Jetzt freue ich mich darauf, meine neuen schönen Tellington-Körperbänder auf viele weitere Tiere und vielleicht ja auch einmal auf einen Menschen zu wickeln .
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06. April 2025
Stell Dir vor…
Blogbeitrag von Lily Merklin (CH)
Die „Friedenshymne“ von John Lennon ist weltbekannt. Er schrieb den Song 1971 und lädt den Hörer darin ein, sich eine Welt vorzustellen, die frei von Religion, Nationalismus und Besitz ist und in der alle Völker in Frieden leben. Dem eingängigen „Imagine…“ (zu Deutsch: Stell Dir vor…) folgt ein „It’s easy if you try“ (Es ist einfach, wenn Du es probierst.). Daran musste ich denken, als meine Freundin und Tellington-Kollegin Katja ein Video von ihrem jungen Labrador Retriever teilte, in dem dieser Hähnchenschenkel apportierte. An all die Labradore denken, die ich so kenne und deren Menschen häufig große Mühe mit ihrer Begeisterung für alles, was nach Fressen aussieht oder riecht, haben, fand das sehr beeindruckend und fragte nach, ob das nicht richtig schwierig gewesen sei. „Nö!“ so ihre Antwort: „Die können viel mehr, als wir ihnen zutrauen.“ Vermutlich hörte sie die Groschen, die bei mir fielen, bis nach Berlin. Wie oft stehen wir uns selber oder unseren Tieren oder auch anderen Menschen im Weg, weil wir uns nicht vorstellen können, was sie alles könnten, wenn wir es ihnen nur zutrauen würden.
Oder um es mit den Worten von John Lennon auszudrücken: You may say I’m a dreamer. But I’m not the only one. I hope someday you’ll join us. And the world will live as one. (Vielleicht nennst du mich einen Träumer, aber – ich bin nicht der Einzige. Ich hoffe, dass du eines Tages dazugehören wirst und die Welt eins sein wird.)
In diesem Sinne: Wer träumt mit?
Labrador apportiert Hühnerschenkel: https://youtu.be/ksgCLAS443M
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03. April 2025
Mit Tellington ans Ziel
Mit der Tellington TTouch® Methode kannst du sehr viele Ziele erreichen.
Disziplin und Struktur sind dabei hilfreich.
Hier ein paar Anregungen:
Setze dir klare Ziele
- Spezifisch: Z.B. „Mein Hund/Pferd lässt sich überall am Körper anfassen.“ “Die Lahmheit ist deutlich verbessert und mein Hund bewegt sich wieder freier” “Mein Hund orientiert sich an mir. Im Freilauf finden zahlreiche Blickkontakte von seiner Seite statt.”
- Messbar: Halte die Ausgangssituation schriftlich fest (Textform, Bilder, Videos). Das ist wichtig, denn man vergisst und kann dann Erfolg nicht feiern.
- Verpflichte dich: Setze ein Enddatum, um die Motivation und Fortschritte zu fördern. Teile diesen Plan mit allen, die es hören wollen.
- Realistisch: Besprich deine Ziele und die Techniken mit deiner Tellington-Kollegin oder -Lehrerin.
Organisiere dich
- Erstelle Listen der geeigneten Techniken zur Anwendung.
- Lege Material für die wöchentlichen Aufgaben bereit, zb ein Element des Lernparcours, Körperbänder, Literatur.
- Finde eine Kollegin oder Mentorin, der du wöchentliche Berichte schickst
- Plane feste Übungstage, z.B. Mo, Mi, Fr für TTouch-Techniken und Di, Do für den Lernparcours.
Routinen entwickeln
Baue feste Gewohnheiten auf, z.B. jeden Morgen 12 Minuten für Übungen + 8 Minuten für Reflexion.
Motivierendes Umfeld
Richte dir einen unterstützenden Ort ein
und umgib dich mit motivierenden Menschen.
Fortschritte dokumentieren
Führe ein Tagebuch oder nutze die Checkliste für Fallbeispiele, um deinen Fortschritt festzuhalten
Belohne dich/deinen Hund/dein Pferd für kleine Erfolge.
Flexibilität
Passe deinen Plan an, wenn nötig. Nutze Rückschläge als dein “learning”
Visualisierung
Stelle dir vor, wie es sich anfühlt, dein Ziel zu erreichen
Umgib dich mit Stichworten und Bildern deines Ziels, als wäre es bereits erreicht
Geduld
Erfolg braucht Zeit. Erinnere dich an deine Motivation und genieße den Prozess.
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30. März 2025
Es beginnt mit dem Bewusstsein!
Blogbeitrag von Sylvia Haveman (NL)
Gestern nahm ich an einer Konferenz teil, an der Tierexperten aus Belgien und den Niederlanden teilnahmen. Auf dem Weg dorthin hörte ich im Radio, dass das Inspektorat intensiv über die Zucht von zwei großen Hunderassen mit Erbkrankheiten forscht.
Der erste Referent des Kongresses folgte diesem Beispiel. Sie schlug vor, sich bei jedem weiteren Patienten zu fragen, ob die betreffende Erkrankung erblich ist oder nicht.
Da die Zucht innerhalb geschlossener Populationen von Rassehunden erfolgt, kommt es aufgrund der vielen gemeinsamen Vorfahren und oft zu einem hohen Inzuchtanteil zu einer Anhäufung schädlicher Mutationen. Inzucht ist für eine Vielzahl von Erbkrankheiten verantwortlich, die beim Hund zu Beeinträchtigungen des Wohlbefindens und zu Traurigkeit bei den Besitzern führen.
Die gute Nachricht ist, dass es neue genetische Techniken gibt, mit denen Inzucht und Verwandtschaft berechnet werden können. Eine junge Generation von Tierärzten verfolgt einen integrierten Ansatz, legt eine langfristige Strategie fest und es gibt eine Entwicklung bei neuen DNA-Tests. Messen heißt wissen und es wurde ein Kompetenzzentrum für Genetik eingerichtet.
Für Züchter ist es schwierig, die gesamte Population ihrer Rasse zu überwachen, und es werden spezielle Programme entwickelt, um ihnen zu helfen. Wenn die Fortpflanzung in geschlossenen Populationen (10 Prozent der Gesamtpopulationen) fortgesetzt wird, ist wie ein Kampf gegen Windmühlen zu führen.
Eine große Kampagne für die Rassen mit kurzer Schnauze ist im Gange. Sie versuchen, mit Slogans ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schaffen und Züchter zu motivieren, einen Hund ohne unerwünschte körperliche Einschränkungen zu züchten. Auf europäischer Ebene wird an einer Neudefinition von Rassen und Rechtsvorschriften gearbeitet.
Eine riesige Aufgabe für jeden, der mit Hunden zu tun hat, doch jede Änderung beginnt mit Bewusstsein!
Wenn ich weiß, was ich tue, kann ich tun, was ich möchte! M. Feldenkrais
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27. März 2025
…ausser man tut es…
Blogbeitrag von Lisa Leicht (CH)
Kürzlich habe ich meinen jährlichen TTouch-Kurs für die Teams der PATTES TENDUES gehalten. PATTES TENDUES ist ein gemeinnütziger Verein, der in der französischen Schweiz seit vielen Jahren erfolgreich Therapiehunde und ihre Begleitpersonen ausbildet. Die Teams besuchen Alters- und Pflegeheime, Einrichtungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und andere Institutionen.
Die Tellington-Methode gehört fast seit Anbeginn zum Ausbildungsprogramm. Sie soll den Begleitpersonen die Möglichkeit bieten, den Hund mit TTouches vor, während und nach den Therapieeinsätzen sowie täglich dazwischen zu behandeln, um die körperliche, emotionale und mentale Balance des Hundes zu erhalten und zu fördern. Je nach Hund und Situation kann dies entweder aktivierend oder entspannend wirken. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer, wie man ein Tellington-Körperband anwendet, um das Körpergefühl des Hundes zu optimieren.
Zu Beginn von PATTES TENDUES, vor rund 20 Jahren, war die Teilnahme an diesen Workshops freiwillig. Die Kurse dauerten nur einen halben Tag, und in diesem kurzen Zeitraum konnte ich natürlich keine speziellen Bedürfnisse berücksichtigen, wie z.B. Übelkeit beim Autofahren oder Ziehen an der Leine, sondern erteilte generelle Anleitungen.
Ich erinnere mich auch daran, dass es oft schwierig war, die Menschen zu motivieren, TTouch täglich anzuwenden. Schliesslich waren die Hunde aufgrund ihrer sozialen Fähigkeiten, ihrer Ausgeglichenheit und Gesundheit überhaupt erst in das Programm aufgenommen worden. Am einfachsten war es mit Menschen, die bereits Yoga, Tai-Chi oder ähnliche Praktiken ausübten und daher ein Bewusstsein für Prävention entwickelt hatten. In unserer westlichen Kultur konzentrierten wir uns bis vor nicht allzu langer Zeit darauf, die übergeordnete Balance, wenn überhaupt, nur dann zu berücksichtigen, wenn ein Problem auftrat, welches dann meist isoliert behandelt wurde. Eine ganzheitliche präventive Sichtweise war damals eher selten. Natürlich gibt es diese anderswo schon lange. Mein chinesischer Arzt erzählte mir beispielsweise, dass Ärzte früher in China für regelmässige präventive Behandlungen mit Akupunktur und Phytotherapie bezahlt wurden, jedoch nicht für die Behandlung akuter Krankheiten, die durch mangelnde medizinische Prävention entstanden. Die Tellington-Methode wurde vor 50 Jahren entwickelt und einmal mehr war Linda Tellington-Jones ihrer Zeit weit voraus.
Glücklicherweise hat sich in den letzten 20 Jahren ein grosser Bewusstseinswandel vollzogen. Wenn ich jetzt den Leuten empfehle, TTouch regelmässig anzuwenden – ähnlich wie das Zähneputzen – schüttelt niemand mehr erstaunt den Kopf. Zudem ist die Tellington-Methode heute ein obligatorischer Teil der Ausbildung und die Kurse dauern einen ganzen Tag, was es mir ermöglicht, auf die Bedürfnisse der einzelnen Teams gezielt einzugehen.
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23. März 2025
Milos zweite Chance – Wenn Tellington-TTouch und Liebe heilt
Blogbeitrag von Karin Petra Freiling (D)
Als Milo in meine Praxis kam, war er nicht einmal zwei Jahre alt. Ein wunderschöner, junger Hund – und doch war von Lebendigkeit kaum etwas zu spüren. Er war komplett gelähmt. Seine Vorder- und Hinterbeine trugen ihn nicht mehr. Die Augen – groß, müde, voller Schmerz. Das Gesicht eingefallen, faltig vor Leid. Er konnte nicht einmal aufstehen. Es war, als hätte er sich in sich selbst zurückgezogen, als würde er sich schämen, noch da zu sein.
Vier Tierärzte hatten ihn untersucht, weil er humpelte. Vier verschiedene Meinungen. Eine Spritze gegen Arthrose sollte helfen – doch sie zerstörte alles. Ein Desaster. Direkt danach brach er gelähmt zusammen. Keiner wusste, warum sein kleiner Körper so reagierte. Hoffnungslosigkeit. Und ein Besitzer, der ihn über alles liebte, aber durch die hohen Tierarztkosten an seine Grenzen kam. Er traf die schwerste Entscheidung seines Lebens: Er musste Milo abgeben.
Niemand wollte ihn nehmen. Zu speziell. Zu schwierig. Zu krank.
So kam Milo zu mir. Und auch wenn sein Blick sagte: „Ich gebe auf“, spürte ich: Er ist noch da. Ganz tief drin kämpft er. Er ist auch noch so jung. Also begannen wir. Sanft. Liebevoll. Vorsichtig. Ich arbeitete mit Bio-Resonanz-Therapie und Tellington TTouch – sanfte Berührungen, die dem Körper helfen, sich an seine Vollkommenheit zu erinnern. An Gesundheit. An Lebensfreude. An Heilung.
In der ersten Sitzung entspannte sich sein Gesicht. Die Falten glätteten sich. Etwas in ihm atmete auf. Und am nächsten Tag geschah das Unfassbare: Milo machte seine ersten Schritte. Wackelig, zitternd – aber voller Mut.
Seitdem ist jeder Tag ein kleines Wunder. Die Ataxien sind geblieben, aber schon seltener. Er zittert manchmal, fällt auch plötzlich um. Aber er steht wieder auf. Weil er leben will. Weil er wieder liebt. Seine Augen glänzen. Sein Schwanz wedelt. Er bellt, er spielt – und manchmal, wenn er sich sicher fühlt, schläft er an meiner Seite ein, ganz tief und friedlich.
Ich habe ihn mit Tellington TTouches behandelt – besonders an den Ohren, am Rücken, für seine Balance BauchHeber und Isometrische Übungen,. Für die Balance laufen wir durch den Lernparcours und gehen über unterschiedliche Untergründe. Wir kochen sein Futter täglich frisch und geben, Kräuter, Lecithin und Zusätze für die Leber dazu – aber vor allem erhält er viiiel, viel Liebe und das klare Bild im Kopf das es ihm täglich besser, besser und besser geht.
Milo hat noch einen langen Weg vor sich. Aber er geht ihn. Schritt für Schritt. Wir gehen ihn gemeinsam. Er ist ein Herz auf Pfoten. Denn manchmal reicht ein einziger Mensch, der wirklich sieht, was andere längst aufgegeben haben – und ein Herz, das sagt: „Ich glaube an dich.“ dies ist unser TTouch Geheimnis Nummer 1:“ Sie das Tier so, wie du es sehen möchtest“ und glaube daran.
Und genau das ist Milo: ein Wunder auf vier Pfoten, das uns zeigt, dass Heilung nicht immer perfekt aussehen muss. Manchmal reicht es, wenn ein Herz wieder schlägt, ein Blick wieder leuchtet – und ein wundervoller Hund wieder läuft.
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20. März 2025
Energy flows, where attention goes
Blogbeitrag von Katja Krauß (D)
Heute ist nicht nur Frühlingsanfang und mein Geburtstag, sondern auch noch der internationale Tag des Glücks, weshalb ich dir einen Tipp geben möchte, der dich beim glücklich sein unterstützen kann.
Unsere Energie fließt dorthin, wo unsere Aufmerksamkeit liegt! Wer das mal verstanden hat, wird sehr viel achtsamer damit sein, womit er sich beschäftigt.
Ich war vor kurzem mit einer sehr guten Freundin mit den Hunden spazieren. Sie bemerkte jedes Mal, wenn einer der Hunde etwas in den Mund nahm. Wenn es meine Hunde waren, dann sagte sie es mir und wenn es ihr Hund war, dann versuchte sie diesen davon abzubringen. Sie erzählte mir, dass ihr Hund nach jedem Kothaufen Ausschau halten würde und sie es einfach schrecklich fand, wenn dieser ihn dann essen würde. Das konnte ich selbstverständlich gut nachvollziehen. Zudem dieses Verhalten in Berlin tatsächlich auch gefährlich für die Gesundheit des Hundes sein kann, da es bei den Hunden immer mehr zu „Drogenvergiftungen“ führt. Allerdings zeigen unsere Tiere vermehrt Verhaltensweisen, bei denen sie merken, dass sie für uns eine große Bedeutung haben, wo von unserer Seite aus viel Energie drauf verwendet wird😉.
Ein anderes Beispiel ist das Beschäftigen mit Methoden, Situationen, Personen, denen wir eher negativ gegenüber stehen, mit dem Ziel daraus zu lernen, wie wir es nicht haben wollen. Doch dann setzen wir Energie in diese Dinge- unsere positive Energie speist dann genau diese Sache.
Als ich das vor vielen Jahren begriffen habe, war die Lösung eigentlich einfach- es bedeutet sich davon zu distanzieren oder anzufangen umzudenken, also sich zu überlegen, wie ich es gerne haben möchte und mich darauf fokussiere.
Ich sage nicht, dass es leicht sei. Wie Bob Bailey gerne sagt: Es ist einfach, doch nicht immer leicht. Manchmal gehört schon eine Portion Kreativität, Geduld und Fleiß dazu, um z.B. dem Hund zu zeigen, wie schön die Welt sein kann, wenn er vielleicht immer seinen Ball trägt oder gelassen mit Maulkorb läuft, da wo es ihm schwer fällt, Essbares auf der Straße zu ignorieren.
Auf jeden Fall wird es dazu führen, dass wir uns auf eine positive Sache konzentrieren und somit fröhlich, freudig und glücklich, daran arbeiten können.
Es wird keine „Probleme“ mehr geben, sondern nur Aufgaben oder Herausforderungen😉.
Also viel Spaß beim Bewältigen all der Aufgaben, die das Leben so mit sich bringt.
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16. März 2025
70% bei sich – 30% beim Tier
Blogbeitrag von Lily Merklin (CH)
Foto © Alice Forberg: Stangensalat? Kein Problem für das Pferd, wenn beide Menschen gut auf ihre Füße achten.
Zur Verwunderung unserer Kursteilnehmer fordern wir sie immer wieder auf, sich selber zu spüren, wenn ihr Tier nicht macht, was sie von ihm wollen, anstatt immer stärker auf das Pferd oder den Hund einzuwirken. „Sei mit 70% der Aufmerksamkeit bei Dir und mit maximal 30% bei Deinem Tier!“ sagen wir dann. Der Effekt ist häufig beeindruckend. Ist der Mensch bei sich, orientiert sich das Tier plötzlich an ihm. War der Mensch vorher noch voll damit beschäftigt, ein eiliges Pferd zu bremsen, was zur Folge hatte, dass beide immer schneller wurden, senkt das Pferd plötzlich den Kopf und läuft entspannt neben dem seine Füße spürenden und tief durchatmenden Menschen her. Auch wenn der Mensch auf dem Pferd sitzt, verändert sich häufig mehr am Gangbild des Pferdes, wenn er in sich hineinspürt, als wenn er versucht, an seiner Hilfengebung etwas zu ändern. Egal, ob es darum geht, dass das Pferd lockerer über den Rücken laufen soll (Zwerchfell lockerlassen, indem wir in den Bauch atmen, und den eigenen Rücken lang machen, damit der schwingen kann!) oder gelassen an einem „Gespenst“ vorbeigehen (den Atmen tief ins Becken fließen lassen, die Beine umarmen ruhig den Pferdebauch und spüren, wie es ebenfalls tief atmet) – probiere mal aus, Dich auf Dich zu konzentrieren, wenn Du das nächste Mal merkst, dass Du ohne den gewünschten Erfolg versuchst, auf Dein Pferd einzuwirken.
Für den Hund und jedes andere Tier gilt natürlich das Gleiche. Egal, ob der Hund an der Leine zieht, die Kuh beim Melken nicht ruhigsteht, das Schaf sich gegen das Scheren wehrt – meist macht die Aufmerksamkeit, mit der wir beim Tier sind, es nicht besser. Kommen wir wieder zu uns zurück, kann das Tier sich an uns orientieren und die Situation entspannt sich?
Du hast gerade kein Tier zur Hand, weil Du diesen Artikel im Büro liest? Probiere es trotzdem aus – funktioniert auch bei der Chefin, dem Kollegen oder unseren Kindern.
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13. März 2025
Tellington Lernparcours improvisieren
Blogbeitrag von Vanda Oosterhuis (NL)
Es ist toll, wenn du eine schöne Reitbahn hast, die immer trocken ist. Wenn es die Möglichkeit gibt einen ganzen Lernparcours liegen zu lassen und alles üben zu können, wann du Zeit hast.
So ist es aber meistens nicht. Oft muss man die (schweren) Balken schleppen um ein Labyrinth zu machen. Sowieso, auch wenn man noch viel mehr Lernparcours hinlegen will.
Und nachher muss man alles wieder abbauen und zurücklegen.
Ich sehe oft, dass Pferdenhalter, außer denen, die eine eigene Anlage und genügend Platz haben, wenig TTouch Bodenarbeit machen. Das ist schade, denn es ist so gut für Balance, Propriozeption und das Vertrauen und kann viel Spaß machen.
Mit etwas Kreativität gibt es aber überall Trainingsmöglichkeiten.
Auf einem Hof gibt es fast immer einiges, dass sich zur Nutzung eignet:
- Gibt es ein Ecke wo Zaunpfosten aufbewahrt werden? Oft liegen ein paar davon einfach so herum.
- In ein andere Ecke liegt vielleicht das Plastik von den Heuballen. Da kann dein Pferd schnuppern, es riecht meistens auch gut und vielleicht drüber laufen. Es ist ein gute Plastikübung.
- Ein paar Verkehrshütchen kann man sich immer irgendwo hinstellen, es gehen aber auch alte Eimer, Tonnen, und wenn wirklich gar nichts da ist, kann man auch um Pfützen oder Bäume kreiseln.
- Schau auch mal was sonst noch da ist und mach ein Spiel daraus: einfach die Welt neu entdecken.
Wenn du die Möglichkeit hat in den Wald zu gehen, kann man dort ganz toll üben.
Geh einfach mal ein Stück quer durch den Wald. Muss gar keine lange Strecke sein, (oft ist es eigentlich nicht erlaubt), es ist jedoch super Training!
Dein Pferd lernt aufzupassen wo es geht, keine Angst zu haben vor Ästen, die seine Beine berühren, es muss sich ausbalancieren, ruhig gehen und aufzupassen, wo es hintritt.
Wenn es euch Spaß macht kannst du es schwieriger machen, längere Strecken gehen, über Baumstämme klettern, (kleine) Hänge hoch und runter usw.
Für dich selber ist es auch sehr gutes Training! Auch Du musst aufpassen und bewusst laufen und klettern und einschätzen, ob du überall entlang gehen kannst und dein Pferd im Auge behalten.
Spazieren mit einem Pferd ist sowieso schön und wenn du kleine Übungen mit einbaust ist es auch gutes Lernparcourstraining.
Ingrid Wild hat eine Slideshow zum Anlass „50 Jahre Tellington TTouch“ zusammen gestellt.
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09. März 2025
Die Pono – Pilikia – Übung
Blogbeitrag von Doris Prinstinger (A)
hat Linda aus Hawaii zu uns gebracht. Dabei handelt es sich um eine einfache Übung, um Dinge klarer zu sehen.
Du nimmst ein Blatt Papier und teilst es in 2 Spalten.
In der Spalte PONO notierst du alles über deinen Hund, was du liebst, was dir gefällt, er spitze macht, seine Superkraft……….alles, was dir einfällt, auch die kleinste Kleinigkeit. Nichts ist zu unwichtig oder nichtig oder gar selbstverständlich.
Die andere Spalte, PILIKIA, enthält nun alles was du gerne verbessern möchtest. Bei mir steht – mein Hund soll nicht jagen. Im nächsten Schritt, und das ist der Spannende, überlege ich, wie ich das erreichen kann bzw. was zum Erfolg beitragen kann. Die Verringerung seiner Erregung bei Sichtung von Wild durch TTouches und besseres Rückruftraining sind 2 Teile dieses Puzzles, von denen es noch mehrere gibt.
Eigentlich möchte ich mich aber gerne mehr mit PONO beschäftigen. Denn das scheint oft der schwierigere Teil zu sein. Frage ich Klient*innen nach 5 positiven Dinge die sie über ihren Hund sagen können herrscht oft Schweigen. Das liegt meist daran, dass vieles, was der Hund so macht, als völlig selbstverständlich angenommen wird. Was es, finde ich, nicht ist. Ich feiere meinen Hund für seine offene, umgängliche Art. Ich liebe ihn dafür wenn er schnarchend neben mir liegt. Ich finde ihn erstaunlich intelligent wenn ich beim Hinweg verhindere dass er Müll frisst und er ihn am Rückweg verschling weil er sich gemerkt hat wo das Leckerli ist, ich aber nicht. Er ist oft ein Clown und bringt mich zum Lachen. Er ist mein Mitarbeiter des Monats (jeden Monats) weil er sich für Lehrvideos zur Verfügung stellt. Er ist unkompliziert. Durch ihn mache ich neue Erfahrungen und lerne neue Leute kennen. Für ihn ist die Welt grundsätzlich rosarot und ist sie es einmal nicht, dann gleich darauf wieder. Kurzum, die Länge dieses Artikels ist begrenzt wodurch ich meinen Lobgesang an dieser Stelle beende. Jetzt bist Du an der Reihe.
Ich finde es schön, einmal ganz konkret auszudrücken, was den einen, unseren Hund so besonders macht.
Was ich noch amüsant finde ist, die Liste einmal aus der Sicht deines Hundes auszufüllen. Was denkst du, würde da in den Spalten stehen?
In diesem Sinne – stay pono (also auf der Sonnenseite des Lebens)
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06. März 2025
Erinnere dich an deine Perfektion, statt : Heil mal schnell!
Blogbeitrag von Anke Recktenwald (D)
Foto: Andre Freiling, MaunaKea, Hawaii Zitat: Richard Bendler
Anfang des Jahres habe ich meine linke Schulter verletzt. Ich weiß nicht genau wie, aber meine Rotatorenmanschette schmerzt ziemlich und die Bewegungseinschränkungen waren gravierend.
Ich mag es nicht, wenn meine Beweglichkeit eingeschränkt ist. Zum Glück habe ich ja den Ttouch, um Schmerzen zu lindern und die Selbstheilungskräfte gravierend anzuschieben, so dass ich mich nicht so lange davon einschränken lassen muss, wie die Menschen, die den Ttouch nicht kennen.
Doch während es mir bei anderen meist gut gelingt den Fokus auf dem guten Gefühl meiner Berührung zu haben, die Dankbarkeit an die Funktion der Zellen im Herzen zu haben, die Intention von „Erinnere dich an deine Perfektion“ und das Vertrauen, das geschieht, was das Richtige ist, ist beim TTouch meine eigenen Zellen oft noch ein: „Aber schnell bitte!“ dabei.
Ich empfand die Berührung meiner eineinviertel Kreise eher unangenehm. Es tat weh an den, vermutlich entzündeten Stellen, zu ttouchen. Außerdem war es eine unangenehme Position, mit der rechten Hand an die linke Schulter, das drückte irgendwie auch vom Brustkorb auf die linke Schulter, die den Druck überhaupt nicht mochte. Ich litt doch schon genug, musste ich mir das wirklich antun?
Ich hörte auf mit dem TTouch….
Doch das war es auch nicht. Ich wusste, es würde sehr lange dauern, bis ich meinen Arm wieder frei bewegen kann, wenn ich ihn nicht ttouchte.
Und dann erinnerte ich mich, dass meine SchülerInnen sagen, wie liebevoll sich meine Berührungen anfühlen, ich erinnerte mich, wie sich meine Zellen fühlten, als Thomke mal meine Hand ttouchte, als diese zu Krämpfen neigte, an dieses Gefühl von: „Du bist richtig und wunderbar. Ich sehe deine Anstrengung das Beste zu tun und du machst das großartig“
Mir wurde klar, dass ich dieses Gefühl gerade nicht in meine Zellen brachte.
Also atmete ich einmal tief durch, mache meine Finger lauschend, nach der Frage, wieviel Druck angenehm sei und welches Tempo und folgte der Antwort der Zellen, die mich in die höhere Sanftheit und in langsamere TTouch leiteten. Ich dachte noch: Akuter Schmerz, schnelle Kreise, doch meine Zellen wollten es langsamer.
Natürlich dachte ich auch zuvor, ich hätte eine sehr sanfte Druckstärke, doch mein Wollen veränderte meine Wahrnehmung. Erst als ich bereit war zuzuhören und zu folgen, verbesserte sich die Qualität. Ich änderte meine Intention von: „Werde heil“ zu Dankbarkeit und dem Wunsch, gut zu tun. Gerne nehme ich auch das Ho’oponopono dazu, sage dem Körperteil der schmerzt, dass es mir leid tut, dass ich etwas tat, das ihm schadete, dass ich ihm dankbar bin, für alles, das er für mich tut und das ich jede einzelne Zelle von Herzen liebe.
Und mit diesen Gedanken und dem Lauschen in die Antwort der Zellen wurden die Kreise angenehm. Es fühlt es sich an als gäbe es eine ganz feine Schicht, wie ein Film, jedoch eher fliesend, zwischen meinen Fingern und meiner Schulter. Der schützte irgendwie vor dem Druck der Berührung und lies nur die Information durch. Sehr angenehm. Ein bisschen so, wie wenn ich mit nassen Fingern ttouchte, doch schien die Schicht zu meinem Körper zu gehören.
Ich spürte, wie nicht nur meine Hand, sondern mein ganzer Körper weicher wurde, der Druck auf die Schulter weniger, die Anstrengung geringer, mein Gesicht entspannter.
Nun begann die Magie des 1 1/4 Kreis und der Schmerz reduzierte sich, das Wohlgefühl verbesserte sich und die Funktionsfähigkeit wurde besser.
Was für einen Unterschied es doch immer wieder macht, was wir denken, während wir tun.
Es war nicht das erste Mal, dass ich diese Erfahrung machte. Die Ungeduld, der Wunsch, dass die Schmerzen einfach schnell weg gehen sollen, oder dass ich eigentlich gar keine Lust habe, jetzt auch noch zu ttouchen, wo ich doch eingeschränkt bin…. All das wirkt auf meine Berührung und so auf meine Zellen.
Und dann habe ich die Wahl: Ich lasse es sein, und lebe viel länger mit der Einschränkung, oder ich ändere meine Einstellung hin zu Liebe und Anerkennung.
Und ja, ich entscheide mich auch schon mal fürs Erste. Das hängt oft davon ab, wie stark die Einschränkung mein Leben beeinflusst. Doch immer bin ich mir bewusst, es ist meine freie Entscheidung, wie ich mit mir selbst umgehe. Und es hilft dieses wunderbare Gefühl zu kennen, das ein liebevoll und achtsam ausgeführter TTouch von Zelle zu Zelle weitergibt.
Darum liebe ich es TTouch for you zu unterrichten. Denn wer fühlte, wie wunderschön es ist, so berührt zu werden, kann es für sich und seine Lieben, 2 oder 4 Beiner, besser anwenden.
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02. März 2025
Draumur – Traumata mit TTouch heilen
Blogbeitrag von Susanne Salzmann (D)
Draumur, war ein Islandpferd. Er ist im Dezember 2024 gestorben. Ich will einen Teil unserer gemeinsamen Geschichte mit Dir teilen. Ich habe ihn 1996 kennengelernt, damals arbeitete er in einer Reitschule.
Er war kein besonders kooperativer Mitarbeiter. Es war nicht seine erste Reitschule und so hatte er schon viel gelernt. z.B. Steigen und dabei gezielt nach dem Kopf des Menschen schlagen oder im schellen Galopp vor einen Zaun abzubremsen dabei Kopf runter und kräftig Ausschlagen so das alle Reiter*inn über den Zaun flogen. Schon das holen vom Paddock wurde zu einer Herausforderung. Jeder Besuch vom Tierarzt, Hufschmied artete in einem Kampf aus und Verlanden noch mal ein ganz spezielles Thema.
Ich war gerade mit meiner Ausbildung zur Telllington TTouch Practionerin fertig, als ich 2002 gebeten wurde mit ihm zu arbeiten. Das obige erwähnte Verhalten war zu dem Zeitpunkt schon ein tief eingeprägtes Verhaltensmuster. Menschen die mit ihm zu tun hatten, waren oft schon von vornherein laut und grob, da sie Angst hatten. Besonders nach dem 2 Menschen ins Krankenhaus mussten.
Als ich mit dem Tellington TTouch Training mit Draumur begann, hatte er auch noch eine äußerst dramatische Klinik Erfahrung hinter sich. So starteten wir in einer Paddock Box, ich versorgte ihn, redete mit ihm, achtete auf meine Atmung, mein Gleichgewicht und verbrachte meine Mittagspause auf der sicheren Seite des Zauns.
Zu diesem Zeitpunkt wollte er sich nicht anfassen lassen und schon gar nicht Halftern. Ich wollte, dass er den Kontakt zu mir aufnimmt. Ich machte viel TTouch an mir. Dies hat einen erheblichen Einfluss auf die Stimmung, Puls und Atmung und so konnte ich gewährleisten dass ich nicht in die Menschliche Erwartungshaltung falle und anfange ihn zu Locken oder anders auf mich aufmerksam zu machen weil ich es nicht aushalten kann ignoriert zu werden. 🙂
Wenn Du wissen willst wie es weiter ging Fortsetzung am 13.April 2025 hier im Blog, oder komm in eines meiner Zoom Meetings.
Die Arbeit mit den Pferden ist immer auch eine Arbeit an uns selbst, ein immer währender Prozess in dem wir viel über uns selbst lernen können und erfahren wer wir sind, sein wollen und ganz besonders auch wer wir werden könnten.
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27. Februar 2025
Beobachten ohne werten
Blogbeitrag von Ingrid Wild
Eine der schwierigsten Aufgaben für mich in der Ausbildung zur Tellington TTouch Practitioner war das wertfreie Beobachten oder Beobachten ohne zu werten. Ich habe damals gemerkt, wie bereitwillig mein geschultes „Finde den Fehler“ – System ansprang, wenn ich den Blick auf ein Pferd oder Mensch mit Pferd- Paar richtete.
Fast gleichzeitig mit der Fehlersuche, begannen in meinem Kopf Erklärungsversuche und Lösungsansätze aufzuploppen. Es war, als spielte mein Kopf seinen eigenen Film.
Beim wertfreien Beobachten kann ich frei werden von Erwartungen und Gewohnheiten, ich habe Raum und Ruhe, das aufzunehmen, was ich wirklich sehe. Mir ist es dadurch möglich, Details zu beobachten und es geht um das, was ich jetzt in diesem Moment tatsächlich sehe. Mein Blick öffnet sich für die vielen schönen Details, anstatt nach Fehlern zu suchen
Ich sehe, was dem Pferd oder dem Mensch-Pferd- Paar gerade alles möglich ist, anstatt den Fokus darauf zu verlieren, was in diesem Moment vielleicht noch nicht zu sehen ist.
So herausfordernd diese Art des Beobachtens für mich zu Anfang war, so sehr liebe ich sie nun und habe sie aus meinem Berufsleben in meinen Alltag integriert. Die eigenen tierischen Gefährten wertfrei zu beobachten ist dann nochmal eine weitere Herausforderung, die ich mit großer Freude annehme.
Um aus dem gewohnten Beobachten herauszukommen, hilft es, die Perspektive zu wechseln.
Eine wirkungsvolle Methode dazu, lernte ich in einem Ausbildungskurs von Tellington-TTouch Instruktorin Lily Merklin. Man kehrt der Szene seinen Rücken zu, stellt sich mit gegrätschten Beinen hin und schaut zwischen seinen Beinen durch. Alles, was man nun sieht, steht auf dem Kopf- eine neue Perspektive und damit interessant für unser Gehirn und das Nervensystem.
Ausprobieren lohnt sich.
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23. Februar 2025
Gelassene Patienten-glückliche Tierärztinnen
Blogbeitrag von Dr. Daniela Zurr (D)
Wann warst Du das letzte Mal mit einem Deiner Tiere in einer Tierarztpraxis und wie ging es Euch dort? Es gibt verschiedene Untersuchungen, die belegen, dass circa 80% der Hunde Anzeichen von Angst und Stress in der Praxis zeigen. Dies belastet nicht nur die Hunde, sondern erschwert auch Untersuchungen und die Interpretation verschiedener Blutwerte. Bei anderen Tierarten sieht es ähnlich aus.
Doch das muss nicht so sein! Wenn es heute möglich ist, Eisbären beizubringen, dass sie ihre Pfote zur Blutentnahme hinhalten oder Giraffen sich die Klauen kürzen lassen, schaffen wir es auch unseren Haustieren zu einem entspannten Tierarztbesuch zu verhelfen.
Hierzu hat sich aus meiner Erfahrung eine Kombination aus Tellington TTouch und gezieltem Training bewährt:
- Erkunde den Körper Deines Tieres mit Noahs Marsch: Wo lässt es sich gelassenen berühren und gibt es Bereiche, in denen Du Anspannung oder ein Ausweichen bemerkst? Wenn ja, nutze unterschiedliche TTouches, um Dich schrittweise in diese Bereiche vorzuarbeiten. Achte auf die feinen körpersprachlichen Signale Deines Tieres und passe dein Vorgehen an.
- Wenn Berührungen mit den Händen am ganzen Körper gut angenommen werden, kannst Du schrittweise unterschiedliche Gegenstände hinzunehmen (z. B. Flohkamm, Krallenschere) und auch mit diesen Gegenständen ttouchen.
- Fällt es Deinem Tier schwer, längere Zeit ruhig zu bleiben oder sich überhaupt auf Berührungen einzulassen, kannst Du ausprobieren, ob ein Tellington-Körperband unterstützend wirkt.
- Sind einzelne Maßnahmen, z. B. eine Ohrenuntersuchung für Dein Tier besonders herausfordernd oder mit Schmerzen verknüpft, trainiere diese gezielt. Belohne ein Stillhalten großzügig und achte darauf, die Schritte so klein zu halten, dass Du aufhörst, solange Dein Tier noch kooperiert.
- Hab Spaß-manchmal sind wir selber viel lockerer, wenn wir einen “unwichtigen” Trick trainieren, als wenn wir Medical training machen. Genieß den Prozess und die Interaktion und Du wirst viel schneller zum Ziel kommen.
- Wenn eine tierärztliche Maßnahme zeitnah nötig ist und Du weißt, dass Dein Tier diese noch nicht gelassen meistern wird, sprich rechtzeitig mit Deiner Tierärztin über mögliche Unterstützung durch angstlösende Medikamente oder eine Sedation. Heutzutage gibt es effektive und gut verträgliche Möglichkeiten, die viel schonender als Angst auslösende Zwangsmaßnahmen sind.
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20. Februar 2025
Die Tellington TTouch® Methode
– Ausformung der eigenen Essenz
Blogbeitrag von Bibi Degn (DEU, ESP)
Das Verständnis des Begriffes „Nachhaltigkeit“ wird vielfach auf ökologische Aspekte und diesbezügliche Schadensbegrenzung beschränkt. Es lohnt sich jedoch, den Begriff weiter gefasst anzusehen (siehe Hannah Arendt, Ken Wilber oder System-Theorie): Nachhaltigkeit nicht nur auf die Schonung von Ressourcen zu begrenzen, sondern den Blick auf regenerative Prozesse zu richten. Ein Beispiel: Es macht Sinn, Brennstoffe zu sparen. In der Tiefe nachhaltig ist aber die Kraft eines Waldes, sich stetig zu erneuern.
Genau durch diesen lebensbejahenden Aspekt der Förderung von Systemen und Lebewesen in ihrer authentischen Entfaltung setzt sich die Tellington Methode von anderen, auch manchen positiven und bewährten Trainingsmethoden ab.
Sanft und achtsam unterstützt die Methode Tiere darin, ihr volles Potenzial zu entfalten, ihre eigene Essenz zu leben. Statt einer äußeren Einwirkung, die Heilung oder Korrektur verspricht, hilft Tellington dem lebenden System, sich selbst besser zu regulieren und zu verstehen. Ergebnis sind die vertrauensvolle Beziehung und tiefgehendes Wohlbefinden, langfristig wirksam – nachhaltig im umfassenderen Sinn.
Die Anwender:innen der Methode lernen ein präzises Werkzeug, aber durchlaufen darüber hinaus immer wieder den kreativen Prozess, der ihre eigenen Fähigkeiten zur Entfaltung bringt. Die Tellington Methode verlangt nicht einfach das Wiedergeben von Gelerntem, sondern sie fördert das intuitive Erfassen und Anpassen an lebende Situationen. In diesem schöpferischen Raum entwickeln sich Tiere und Menschen weiter. Auch die Methode selbst evolviert, in sich selbst, sowie andere Disziplinen und Methoden befruchtend.
Solches kreatives Wachstum gelingt, weil die Tiere (und Menschen) im angstfreien Raum lernen und sich das vegetative Nervensystem in einem guten Gleichgewicht bewegt. Die gezielten Berührungen und sanften Bewegungen sprechen das Nervensystem an und verbessern die Körperwahrnehmung. Wer seinen Körper bewusst wahrnimmt, kann sich entspannen und Stress abbauen, aber vor allem auch kreativ denken und lernen. Tiere können Spannungen loslassen, Ängste abbauen und ihre natürlichen Fähigkeiten zur Entfaltung bringen.
Nachhaltiges Wirken im Sinne von Tellington bedeutet also immer, Mensch und Tier in ihrer ureigenen Kraft zu stärken. Indem wir uns und ihnen den Raum geben, sich selbst zu sein, schaffen wir eine tiefe und dauerhafte Balance – eine Harmonie, die über den Moment hinaus Bestand hat.
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16. Februar 2025
Augen und Ohren in den Fingern …
Blogbeitrag von Sylvia Haveman (NL)
Ich denke, einer der schönsten Teile der Tellington-Methode ist das bewusste und aufmerksame Spüren…
Nach der ausgiebigen Beobachtung des Tieres mit dem Blick für das kleinste Detail fühlen wir es weiterhin mit der Hand, Teilen der Hand oder den Fingern. Wir erfühlen so viel wie möglich vom Körper des Tieres, immer aufmerksam und ohne dass ich eine bedrohliche Haltung einnehme. Ich beobachte das Tier jedoch weiterhin, um das Feedback, dass das Tier beim Berühren der verschiedenen Körperteile gibt, nicht zu verpassen.
Wie kleine Detektive gleiten meine Hände über das Tier und registrieren so viel wie möglich. Es ist, als ob ich kleine Augen und Ohren in meinen Fingerspitzen hätte, mit denen ich sozusagen nach innen schauen und intensiv lauschen kann. Ich bin auf der Suche nach Temperaturunterschieden und Körperteilen, an denen ich Anspannung spüren kann. Wie ist die Verschiebbarkeit der Haut und wie ist der Zustand des Fells und der Haare? Gibt es Stellen, an denen sich das Haar trocken oder fettig anfühlt? Gibt es Bereiche mit abgestorbenen Haaren oder Stellen, an denen viele Schuppen zu finden sind? Sind die Haare glatt oder stehen die Haare zu Berge? Ich versuche Informationen so neutral wie möglich zu sammeln.
Alle Erkenntnisse können etwas über den körperlichen und seelischen Zustand des Tieres unter meinen Händen aussagen und ich berücksichtige sie im Ganzen.
Gerade unsere Finger eignen sich besonders gut zum Tasten und Fühlen, da sie mit einer extra Sensibilität von der Haut umhüllt sind. Dort, direkt unter der Haut, befinden sich spezielle Rezeptoren (die mit sensorischen Neuronen verbunden sind), die sehr empfindlich sind und zum Beispiel die leichteste Berührung spüren und auch Vibrationen, Schmerzen und Druck wahrnehmen können. Unsere Hände enthalten Zehntausende dieser Rezeptoren und Neuronen. All diese kleinen Helfer und Detektive können uns weiterbringen, um ein „Bild“ des Tieres unter unseren Händen zu bilden.
Es mag etwas Übung erfordern, aber es ist ein faszinierendes Thema und es lohnt sich, den eigenen Tastsinn zu entwickeln, um immer besser darin zu werden.
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13. Februar 2025
Weshalb ich mir täglich TTouches gönne
Blogbeitrag von Lisa Leicht (CH)
Für 2025 habe ich mir vorgenommen, mir selbst vermehrt Gutes zu tun. Ein ursprünglich aus der Not gefasster Vorsatz, da das letzte Jahr von einem schweren Unfall mit nachfolgenden Hüftoperationen überschattet worden war, mit Arbeitsunfähigkeit, langer Immobilität und damit einhergehender Isolation und emotionalem Rückzug.
Während dieser anspruchsvollen Zeit, war das TTouchen an den schmerzenden Stellen meines Körpers an der Tagesordnung. Sanfte, kreisende Eineinviertelkreise und kleine Heber minderten die Schmerzen, entlasteten Leber und Nieren nach den Operationen, regulierten Kreislauf und Darmtätigkeit. An dieser Stelle ein dreifaches Hoch für den Ohr-TTouch – ich war eine der wenigen Personen auf meiner Abteilung, die nie unter Konstipation litten. Hearthugs halfen, die Atmung zu vertiefen, und, sehr wichtig, mit mir selbst in einem entspannten Zustand in Kontakt zu bleiben.
Gemäss meinem Vorsatz, mir Gutes zu tun, behandle ich mich weiterhin täglich. Ich empfinde die TTouches jetzt, wo ich meinen Körper wieder trainieren kann und sich der Schmerz nur noch geringfügig bemerkbar macht, genauso wohltuend wie während der Rekonvaleszenz.
Am Morgen im Bett, gleich nach dem Erwachen, bevor das Gedankenkarussell anfängt sich zu drehen, mache ich das Bodyblessing mit tiefer Dankbarkeit dafür, dass mein Körper wohl und ausgeruht in den Tag einsteigen darf. Nach meinen täglichen Qi-Gong- und Klangübungen helfen die Eineinviertelkreise, meist an den Armen, an den Oberschenkeln und an der Hüfte ausgeführt, das Gefühl von Harmonie und Ganzheit, welches ich dann empfinde, bewusst länger zu spüren und zu verankern.
Auch meine Füsse ttouche ich täglich; das fördert die allgemeine Gesundheit via Reflexzonen und auch das Gleichgewicht, damit mein Gangbild wieder ausgeglichen wird und meine Füsse gut am Boden haften. Oft mache ich auch zwischendurch ein paar vereinzelte TTouches, dort wo ‚Es mich gerade ruft‘, einfach aus Freude an der Kommunikation mit meinem Körper. Es scheint mir, als ob kontinuierlich jeder TTouch zu einem tiefen und freudvollen Verständnis von Körper und Geist beiträgt. Was für ein Geschenk!
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09. Februar 2025
Honis erster Schritt ins Leben
Blogbeitrag von Karin-Petra Freiling (D)
Es war eine kalte, regnerische Nacht, als ich die fünf Welpen und ihre drei Mütter aus ihrem traurigen Schicksal rettete. Sie lebten unter unvorstellbaren Bedingungen – verängstigt, hungrig, krank. Doch als ich sie in mein Zuhause brachte, wusste ich: Hier beginnt ihr neues Leben.
In den ersten Tagen war alles ein einziges Chaos aus Futter, Schlafplätzen und vorsichtigen Annäherungen. Doch dann bemerkte ich etwas: Einer der kleinen Welpen, Honi, konnte nicht laufen. Seine Hinterbeine gehorchten ihm nicht, sie schleiften kraftlos hinter ihm her. Während seine Geschwister spielten und tobten, blieb er zurück. Doch in seinen Augen war kein Aufgeben – nur Hoffnung.
Ich begann mit täglichen Übungen, sanften Berührungen und liebevoller Zuwendung. Tellington TTouch, Klickertraining, Physiotherapie, Osteopathie– alles, was ihm helfen konnte, kam zum Einsatz. Doch die Fortschritte waren winzig. Manche Tage fühlten sich wie ein Stillstand an, an anderen schien es sogar schlimmer zu werden. Ich besuchte eine liebe Freundin die eine Physiotherapie-Schule leitet.
Die sah sich Honi genau an, tastete vorsichtig seine deformierten Gelenke ab und seufzte leise. „Seine Chancen sind sehr gering“, sagte sie schließlich. „Es wird wohl immer so bleiben… Aber mit Tellington TTouch hast Du doch schon einige Wunder vollbracht“
Die Worte trafen mich tief und als ich Honi ansah, wusste ich: Er hatte nicht aufgegeben, also würde ich es auch nicht. Wir würden dieses Wunder schaffen. Auch Diesesmal.
Am selben Tag saß ich spätabends neben ihm und begann eine lange, ruhige Tellington TTouch-Session. Ich berührte seinen kleinen Körper mit sanften, kreisenden Bewegungen, spürte, wie er sich entspannte, wie sein Atem ruhiger wurde. Ich flüsterte ihm zu, dass er stark sei. Dass wir es gemeinsam schaffen würden.
Und dann, zwei Tage danach, geschah das Wunder.
Ich saß auf der Bank im Welpenzimmer, als ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung sah. Es war Honi. Und er… er stand auf! Wackelig, zitternd, aber auf seinen eigenen vier Beinen. Und dann tat er es. Sein erster Schritt. Ein einziger, kleiner, mutiger Schritt in sein neues Leben.
Von diesem Tag an ging es bergauf. Mit jedem Training wurde er stärker. Mit seinem kleinen halben Tellington Körperband lernte er, sich selbst zu tragen. Mit dem Hand-Target lief er über Hindernisse, kletterte über kleine Steine. Sein Gang war nicht perfekt, aber es war sein eigener. Und mit jedem Schritt, den er machte, bewies er der Welt, dass Hoffnung stärker ist als jede Diagnose.
Heute rennt Honi über die Wiesen, spielt mit seinen Geschwistern und genießt sein Leben in vollen Zügen. Er erinnert mich jeden Tag daran, dass es sich lohnt zu kämpfen – selbst dann, wenn alle anderen sagen, dass es unmöglich ist.
Videos von Honi:
Wer mehr erfahren möchte: Honis komplette Behandlung ist auf meinem aufgezeichneten Vortrag des Tellington TTouch Kongresses 2025 zu sehen.
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06. Februar 2025
Der andere Stern
Blogbeitrag von Katja Krauß (D)
(Foto: Das Foto entstand auf einem Linda Kurs und hat nichts mit der unten beschriebenen Begebenheit zu tun. Es soll nur zeigen, dass Pferde sich durchaus auch vertrauensvoll verladen lassen mit Tellington TTouch®.)
Meine Freundin Leni erzählte mal davon, dass sie nach einem Pferdekurs sah, dass zwei Frauen ein Problem hatten ihr großes Warmblut zu verladen. Sie sprach sie an und bat ihre Hilfe an. Doch sie sagte gleich dazu, dass es sehr wichtig sei, dass die Frauen sofort los fahren würden, wenn die Hängerklappe geschlossen wird um weitere Unruhe für das Pferd zu vermeiden.
Die Frauen sagten, dass sie bereits alles andere verladen hätten und dann direkt los fahren würden.
Daraufhin half Leni, dass Pferd in den Hänger zu bringen. Als die Hängerklappe geschlossen war, gingen die beiden Frauen Richtung Gebäude und bedeuteten Leni auf ihr Nachfragen, dass sie NUR noch kurz auf die Toilette gehen würden. Wer sich nicht mit Pferden auskennt, dem sei gesagt, dass so ein aufgeregtes Pferd sich in einem stehenden Hänger mitten im Hof mit vielen Menschen und Pferden viel stärker aufregen kann, als wenn es sich bei der Fahrt etwas mehr auf seine Balance konzentrieren darf. Die Verletzungsgefahr in „10 Minuten Toilettengang“ ist somit erheblich groß.
Als Leni sich abwand und zu ihrem Auto gehen wollte, wurde sie von einer anderen Teilnehmerin angesprochen, die den gesamten Vorgang beobachtet hatte und sagte: „Echt erstaunlich, wie ruhig das Pferd mit deiner Hilfe in den Hänger gegangen ist”. Doch dann fragte sie, warum Leni dabei so ruhig geblieben war, als die beiden Damen weggegangen waren und Leni doch augenscheinlich auch die Gefahr sah. Leni antwortete: „Ich habe alles getan, was in meiner Macht stand, ich habe dem Pferd noch kurz die Situation erklärt und habe nun die Verantwortung an die beiden Frauen abgegeben.
Bei Tellington lernen wir auch: Dinge loszulassen, damit sie ihren Weg gehen können.“
Daraufhin meinte die Frau: „Ihr Tellington-Frauen seid wirklich von einem anderen Stern! Und zu diesem Stern möchte ich auch ganz dringend dazu gehören.“
Immer wenn ich an die Geschichte zurückdenke, denke ich: „Und ich bin so heilfroh, dass ich bereits auf diesem anderen Stern bin!“
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02. Februar 2025
Vertrauen statt Dominanz
Blogbeitrag von Lily Merklin (CH)
Auf meinen letzten Blog-Beitrag hin erreichte mich die Nachricht einer lieben Kollegin, die vor vielen Jahren einen Ausbildungskurs bei mir besucht hatte. Petra schrieb, dass sie am Morgen in der Stangenstunde erstmal den Halsring ausprobiert und ihr Pferd es geliebt habe. Gestern habe sie in der Gymnastikspringstunde einen Knoten in die Zügel gemacht und es so toll gefunden wie vor 45 Jahren bei Anthony Paalmann (bekannter Springreiter und -Ausbilder, der vor 25 Jahren gestorben ist). Wir schrieben ein bisschen hin und her und sie berichtete, dass sie vor 2 Jahren mit diesem Pferd einen schlimmen Sturz gehabt habe und ihr Vertrauen einen echten Knacks bekommen habe. Aber sie hat nicht aufgegeben! Sie hat an sich und ihr Pferd geglaubt, hat an sich und ihm und mit ihm zusammengearbeitet und kann heute stolz darauf sein, wie sie gewachsen sind – aneinander und miteinander.
In der Tellington-Methode erleben wir solche Geschichten immer wieder. Vielleicht hat dies damit zu tun, dass Vertrauen ein wesentlicher Bestandteil unserer Methode ist. Nicht blindes Vertrauen, dass schon nichts passieren wird oder das Tier uns verstehen wird, egal wie unklar wir kommunizieren, oder dass der Trainer es schon richtet. Sondern der gezielte Aufbau von Vertrauen, das Fördern von Vertrauen in sich, in das Tier und in die Beziehung. Dabei gewinnt auch das Tier an Vertrauen – in sich, in uns und in die Beziehung. Und das ist immer wieder die Basis, auf der Wunder wahr werden.
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26. Januar 2025
Am Puls der Zeit. Damals – wie heute
Blogbeitrag von Doris Prinstinger (A)
Ich denke, es hat sich nun herumgesprochen – die Tellington TTouch Methode feiert 50-jähriges Jubiläum.
Wir alle, die Teil dieser großen „Familie“ sind, sind hellauf begeistert.
Doch kürzlich hatte ich einen kleinen Schock.
Ich las in einer bekannten, renommierten Hundezeitschrift einen Artikel mit der Überschrift – Training wie vor 30 Jahren. Es ging darum, dass eine bestimmte Gruppe ihre Hunde noch immer mit ziemlich grausamen Methoden trainiert und das eben schon seit anno dazumal. Beim Training und der Ausbildung der Hunde sind alle neuen Erkenntnisse spurlos vorüber gegangen. Man hat es ja immer schon so gemacht.
Der Schreck – ich dachte kurz: Was denken sich die Leute, wenn sie hören, dass die Tellington Methode schon 50 Jahre alt ist? Veraltet?
Gleich vorweg. Die Frage ist mit einem eindeutigen NEIN zu beantworten,
Es gibt einen Kern, der alt sein mag, aber Linda war und ist immer schon ihrer Zeit etwas voraus.
Die Gedanken, dass Tiere unsere Lehrer sind, wir zuhören und beobachten sollen, dass sie immer das Beste geben, das in der Situation für sie möglich ist, dass man ohne Stress besser lernt, dass der Körper Einfluss auf das Verhalten (und die Leistung) hat. All das ist doch aktueller denn je.
Mich hat von Anbeginn begeistert, wie integrativ Linda ist und wie offen gegenüber Neuem.
Durch sie habe ich von Karen Pryor und Clickertraining erfahren, lange bevor es in Österreich große Aha-Erlebnisse ausgelöst hat. Das Thundershirt brachte Linda mit, als es bei uns noch völlig unbekannt war. Wir haben in den Kursen Dinge ausprobiert, die sinnvoll und hilfreich erschienen. Einige haben wir mit in unseren Werkzeugkoffer aufgenommen, andere wieder verworfen.
Und so gibt es einen Kern, eine Basis, die sich über 50 Jahre als gut, schön und wahr erwiesen hat. Darüber hinaus gab und gibt es aber immer Platz für (Weiter-)Entwicklung.
Das ist der Grund, warum für mich, die ich nun auch schon fast 30 Jahre (da besuchte ich meinen ersten Kurs) mit dabei bin, es noch immer spannend ist. Ich liebe die Lebendigkeit dieser Methode. Und so feiere ich einmal kräftig dieses Jubiläumsjahr und freue mich schon auf die nächsten 50 Jahre!
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Zuhören statt Flüstern – Was Dominanz wirklich bedeutet
Blogbeitrag von Susanne Salzmann (D)
„Wir müssen das Flüstern der Pferde hören“ – eines meiner liebsten Zitate von Linda Tellington-Jones bringt eine tiefgreifende Wahrheit auf den Punkt. Pferde sprechen ständig mit uns, doch ihre Sprache gleicht einem Flüstern: fein, subtil und voller Bedeutung.
Hörst du das Flüstern deines Pferdes? Seine Bewegungen, die Art, wie es atmet, den Kopf hält, die Stellung der Ohren oder der Schlag der Wimpern – all das sind Ausdrucksformen, die uns Geschichten erzählen. Pferde sprechen mit ihrem gesamten Körper, und dort, wo Verständnis herrscht, scheint diese Sprache fast unsichtbar, wie ein leiser Austausch zwischen Vertrauten.
Doch wie oft übersehen wir dieses Flüstern? Wir Menschen neigen dazu, laut und grob zu sein – nicht unbedingt in unserer Stimme, sondern in unseren Bewegungen und unserer Körpersprache. Für Pferde, die Meister der nonverbalen Kommunikation sind, wirken wir oft unbeholfen und manchmal sogar überwältigend.
Dominanz wird in der Pferdewelt häufig zur Kontrolle, Unterwerfung oder der Notwendigkeit, „der Chef“ zu sein, eingesetzt. Doch echte Führung basiert auf Vertrauen, Respekt und einer Verbindung, die auf gegenseitigem Verständnis gründet. Statt zu versuchen, Pferde zu „beherrschen“, sollten wir lernen, zuzuhören – auf ihre subtilen Signale zu achten und unsere eigene Körpersprache zu verfeinern.
Der Schlüssel zu einer harmonischen Partnerschaft liegt darin, das Flüstern der Pferde wahrzunehmen und darauf zu antworten. Das bedeutet, achtsam zu sein, präsent im Moment, und bereit, uns selbst zu hinterfragen. Sind wir bereit, leiser zu werden, um das Flüstern zu hören?
Mit der Tellington TTouch® Methode schaffen wir eine Basis für diese Verbindung. Sie lehrt uns, mit unseren Pferden auf eine Art zu kommunizieren, die Vertrauen fördert und den Raum für Dialog öffnet. Es geht nicht um Dominanz, sondern um Partnerschaft, um ein Miteinander, das leicht und harmonisch ist.
Bist du bereit, zuzuhören?
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19. Januar 2025
“Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne….”
Blogbeitrag von Anke Recktenwald (D)
Zur Feier der 50 Jahre wollen wir uns auch an den Beginn der Tellington Methode, in gemeinsamen Zoom-Meetings, erinnern. Wie es war, als Linda erstmals nach Deutschland kam und die Pferdewelt in Staunen versetzte.
Wir haben die Menschen gesucht, die bis heute in der Pferdeszene sind und schon vor 50 Jahren dabei waren. Die Kurse waren zu der Zeit noch anders, länger, intensiver. Teilweise kamen die Leute zu 4 Wochen Lehrgängen mit Linda.
Sie kommen nun in den Montags Meetings zu uns um zu erzählen: Was hat sie angesprochen, was brachte sie dazu, zu Linda zu reisen, auch ins Ausland.
Was hat sie fasziniert, um immer weiter von Linda lernen zu wollen, deren außergewöhnliches Können noch immer keiner, auch nur annähernd, erreicht hat. Ob im Sattel oder in Kontakt mit anderen Tieren. Linda ist auch bei diesen Meetings i.A. mit dabei.
Am Montag, den 20. Januar kommen Beate Meyer und Peggy Schmah, die sich auf den ersten Ausbildungskursen kennenlernten.
Dann kommt Christine Schwartz, ein echtes Sahnestückchen, da sie Linda schon ganz am Anfang traf, in Deutschland ein paar Jahre später in ihren Kurse assistierte und schließlich zu Lindas Schwester nach Kanada zog, wo sie, bis heute Teil der Tellington Familie ist.
50 Jahre Tellington Methode hat sie voll und ganz miterlebt! Sie hat viel zu erzählen.
2 Wochen später kommt Jochen Schuhmacher, der damals in Reken war, dann zwar zur Bundeswehr musste, und nicht so vollständig dabei sein konnte, wie er wollte, aber doch sehr viel erlebte und zu erzählen weiß. Wenn man ihn reden hört, wie er begeistert von dieser Zeit und Linda erzählt, kann man die Energie fast greifen, die damals in den Kursen war. So lebendig, so faszinierend.
Um mit euch in Kontakt zu sein habe ich eine Mail-Gruppe gegründet. Hier der Link zur Gruppe: https://groups.google.com/g/TTEAM-Memories
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16. Januar 2025
Wie alles begann…
Blogbeitrag von Ingrid Wild (Tellington TTouch Instruktorin aus Deutschland)
Die Tellington TTouch® Methode feiert dieses Jahr 50-jähriges Jubiläum und ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich das erste Mal von Linda Tellington-Jones gehört bzw gelesen habe.
In dem Reiter-Taschenbuch von 1983 berichtete Christa Schütt von einem Training in Reken, dass Ursula Bruns im FS-Testzentrum Reken organisiert hatte. Sie hatte Linda Tellington-Jones eingeladen, ihre Art schwierige Pferde zu trainieren, in Reken in einem 6 wöchigen Arbeitskurs zu demonstrieren und zu dokumentieren. 20 unterschiedliche Pferde wurden von Ursula Bruns und ihren MitarbeiterInnen nach Lindas Methode trainiert und nach Feierabend nötigte Ursula Bruns, Linda an die Schreibmaschine, um die Tagesereignisse aufzuschreiben. Aus dieser und weiteren gemeinsamen Erfahrungen entstand im Laufe jahrelanger enger Zusammenarbeit zwischen Linda Tellington-Jones und Ursula Bruns das erste Buch: Die Tellington Methode „So erzieht man sein Pferd“
Linda berichtet selbst: “Das TTEAM- Programm (heute Tellington TTouch Methode) wurde 1975 an einem wunderschönen Sommertag in San Francisco geboren, als ich einer Vorlesung von Dr. Moshe Feldenkrais lauschte und intuitiv, basierend auf den Erkenntnissen von Dr. Feldenkrais, den Tellington TTouch für Pferde entwickelte.”
Für mich waren sowohl die Zeilen im Taschenkalender, als auch später im Buch bahnbrechende Zeilen- endlich war da jemand, die den Pferden zuhörte, das Training so gestaltete, dass die Pferde individuell gefördert wurden und ganz neue Wege des Pferdetrainings ging. Ab dem Moment war ich Lindas „Follower“, ihr Fan. Ich verschlang alles, was ich von ihr lesen konnte und auf vielen Equitanas- der großen Pferdemesse in Essen, versäumte ich keine Demonstration von ihr. Heute bin ich Instruktorin der Tellington TTouch Methode und Linda jeden Tag unendlich dankbar, für das, was sie in die Welt gebracht hat. Sie hat mich damit in vielfältiger Weise geprägt, inspiriert und mein Leben ungemein bereichert.
50 Jahre und kein bisschen alt, das ist die Tellington TTouch Methode heute. Es ist eine lebendige Methode, die sich dank ihrer Gründerin, Linda Tellington-Jones immer weiter entwickelt hat und es noch immer tut und die Welt für Menschen und Tiere besser macht. Gibt es einen besseren Grund zum Feiern?
Was hat Dich zur Tellington TTouch Methode gebracht?
Wann hast Du zum ersten Mal vom TTouch erfahren?
Kannst Du dich genauso gut daran erinnern wie ich?
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12. Januar 2025
TTouch beim Stachelschwein-die pieksen doch?
Blogbeitrag von Dr. Daniela Zurr (D)
Erinnert Ihr Euch noch an meinen Bericht über das Seminar im Wildpark? Nachdem wir die Schafe überzeugt hatten, dass es Spaß machen kann, mit den Menschen zu interagieren, haben wir uns mit den Stachelschweinen beschäftigt.
Was weißt Du über diese Tiere?
Stachelschweine sind sozial lebende Nagetiere, die dämmerungs- und nachtaktiv sind und schlecht sehen, aber sehr gut hören und riechen können. Je entspannter sie sind, desto flacher liegen die Stacheln an, dann pieksen sie auch nicht beim Berühren😊 Wenn sie eine Gefahr befürchten, drehen sie sich rückwärts mit aufgestellten Stacheln zur Gefahrenquelle. Als wir zu ihrer Anlage kamen, hatte es sich die ganze Familie (Eltern mit 8 Kindern) im warmen Haus gemütlich gemacht.
Was hat das mit Tellington TTouch zu tun? Kennst Du die 9 Elemente?
Basis-TTouch, Druckstärke, Tempo, bewusste Pause, Verbindung, achtsame Atmung, Körperhaltung, Intention, Feedback.
Basis-TTouch: Muss in diesem Fall noch etwas warten. Alle anderen Elemente kann ich auf jede Art von Interaktion übertragen:
Druckstärke: Wie kann ich die Situation so gestalten, dass alles so leicht wie möglich für das Tier ist. Z.B. indem ich mich im Auslauf der Stachelschweine so positioniere, dass der Eingang zum sicheren Stall frei bleibt.
Tempo: Langsame Bewegungen, damit sich die kurzsichtigen Tiere nicht erschrecken.
Bewusste Pausen: Den Auslauf rechtzeitig nach einigen positiven Interaktionen verlassen.
Verbindung: Durch leise, freundliche Stimme und leckere Karottenstückchen.
Achtsame Atmung: Alle Tiere sind wesentlich eher bereit, sich uns zu nähern, wenn wir ruhig atmen, statt vor Aufregung die Luft anzuhalten.
Körperhaltung: Wenn ich mich hinhocke, bin ich nicht nur durch die geringere Körpergröße weniger bedrohlich.
Intention: Je klarer ich weiß, welches Verhalten ich mir wünsche, desto leichter wird es den Tieren fallen, dieses auch zu zeigen. In diesem Fall: Es ist sicher und lohnend sich den Menschen zu nähern.
Feedback: Die Stachelschweine haben uns die ganze Zeit ihre Vorderseite zugedreht. Die Stacheln waren unterschiedlich aufgestellt. Futter wurde aber nur noch der Person, die am nächsten zum Haus hockte, angenommen. Nach einigen Minuten ist ein Tier mit dem Futter nicht mehr weggelaufen, sondern in der Nähe sitzen geblieben.
Es liegt noch einiges vor uns, aber ich freue mich schon auf Stachel-TTouches…
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10. Januar 2025
Tellington – ein Plädoyer für Zartheit
Blogbeitrag von Bibi Degn (DEU / ESP)
Wenn sich unsere Seelen berühren
In einer Welt, die oft von Hektik, Distanz und emotionaler Distanz geprägt ist, schenken uns Tiere Möglichkeiten: bedingungslose Verbundenheit und heilsame Berührung.
Unsere Verbindung zu Tieren berührt die tiefen Schichten unserer Seele:
- Emotionale Entlastung: In den vertrauensvollen Augen eines Tieres finden wir oft mehr Verständnis als in zahllosen menschlichen Gesprächen. Sie nehmen uns an, ohne zu urteilen.
- Stressreduktion: Wissenschaftliche Studien belegen, dass der Kontakt zu Tieren messbar Stresshormone senkt und unser Nervensystem beruhigt.
- Bedingungslose Akzeptanz: Tiere lehren uns eine Form der Liebe, die keine Bedingungen kennt – eine Liebe, die uns annimmt, wie wir sind.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Forschungen zeigen die erstaunlichen Auswirkungen von Tierkontakt:
- Senkung des Blutdrucks
- Stärkung des Immunsystems
- Linderung von Angstzuständen
- Förderung von Oxytocin – dem Hormon der Verbundenheit
Die Sprache jenseits der Worte
Die Tellington TTouch® Methode öffnet Tore dazu, was Tierkontakt per se bewirken kann. Die sanften, kreisenden Berührungen der TTouch-Methode sind eine Sprache der Zartheit. Sie öffnen Räume tiefer Entspannung und Vertrauensbildung. Bei jedem Kontakt spürt man, wie Anspannung weicht und innere Ruhe einkehrt.
Tiere sind Meister der nonverbalen Kommunikation. Sie spüren unsere Stimmungen, unsere Ängste und unsere Verletzlichkeiten, noch bevor wir sie selbst wahrnehmen, ohne uns zu werten. Im Anwenden der Tellington TTouch Methode üben auch wir uns in Empathie, Wertfreiheit und im Loslassen negativer Glaubenssätze. Diese Kunst der Berührung und Bewegung öffnet uns für tiefe Kommunikationsebenen. So melden Teilnehmende der Intensiv-Seminare oft zurück, dass das Erlernen und Ausüben der Tellington TTouch® Methode ihr Leben, Glaubenssätze und Einstellungen, sowie ihre Erfahrungen mit Tier und Mensch positiv verändert hat.
Tellington vertieft die die Bindung
TTouch ist mehr als eine Streicheltechnik. Es ist eine achtsame, respektvolle Art des Kontakts, die sowohl für Mensch als auch Tier heilsam ist. Jede Bewegung ist ein Dialog, jede Berührung eine Einladung zum Vertrauen – und außerdem zur Heilung.
Plädoyer für Zartheit und Achtsamkeit
Die Tellington TTouch Methode ist eine Philosophie der Begegnung. Sie lehrt uns, achtsam zu sein, zu spüren und zu verstehen. In einer Welt, die oft von Hast und Oberflächlichkeit geprägt ist, erinnern uns Tiere an die tiefen menschlichen Werte der Empathie, des Mitgefühls und bedingungsloser Liebe, aber auch der Klarheit, der Verbindung zu uns selbst und dem Wahren unserer Grenzen und derer des Gegenübers.
Tiere sind nicht nur Begleiter – sie sind unsere Lehrer der Behutsamkeit.
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07. Januar 2025
Linda Tellington-Jones spricht über den Beginn
von Tellington TTouch
In dem kleinen Youtube Beitrag ist Linda Tellington-Jones im Gespräch mit Dr. Daniela Zurr (Tellington Instruktorin aus Deutschland). Linda erzählt von dem Moment, als Moshé Feldenkrais sie lehrte, dass eine einizige Situation bereits ein Lernen möglich macht- es also keine weiteren Wiederholungen braucht.
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06. Januar 2025
Linda Tellington-Jones spricht über Dankbarkeit
Linda im Gespräch mit Dr. Daniela Zurr (D) spricht von ihren Wünschen für das Jubiläumsjahr 2025.
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05. Januar 2025
Mein Tier ist einzigartig!
von Sylvia Haveman (NL)
Jeder Mensch und jedes Tier ist einzigartig und jeder Körper erzählt seine eigene Geschichte…..
Im Laufe eines Lebens passiert viel… Wir stürzen einmal mit dem Fahrrad, stolpern über einen Baumstumpf, stoßen uns den Kopf an, rutschen im Schnee aus….
Unser Tier überschlägt sich, prallt versehentlich gegen einen Baum, springt falsch oder rutscht auf einem rutschigen Untergrund aus…
Alle großen und kleineren Traumata werden im Körper gespeichert. Diese Lebenserfahrungen – körperlich, geistig und emotional – hinterlassen ihre Spuren am und im Körper. Manchmal sind diese Spuren für jeden deutlich sichtbar, in Form einer Amputation, einer Narbe oder eines offensichtlichen Hinkens. Da alles mit allem verbunden ist, kann sich eine ursprüngliche Verletzung schließlich an anderer Stelle im Körper manifestieren. So kann beispielsweise ein Sprunggelenksbruch nach längerer Zeit aufgrund des Kompensationsmechanismus ein Problem im Nacken-/Schulterbereich verursachen. Oft sind die genannten Lebensspuren nur schwer oder gar nicht sichtbar.
Wenn wir als Menschen unter etwas leiden, Schmerzen oder Unwohlsein empfinden, ist das für andere nicht immer deutlich sichtbar. Wir können es jedoch sagen…..
Tiere können es nicht sagen, aber es gibt viele Tiere mit kleineren oder größeren Unbehagen, mit Schmerzen im Körper, Krämpfen oder Verspannungen, ohne es sehr deutlich zu zeigen. Oft entdecken wir es erst, wenn uns die kleinen, scheinbar unwichtigen Details auffallen.
Was schaust du dir dann an? Zum Beispiel die Art und Weise, wie das Tier sein Körpergewicht auf seinen vier Beinen verteilt hat. Ist das Tier „quadratisch“, d.h. alle vier Beine “ordentlich” unter dem Körper, wo sie alle gleich belastet sind? Legt das Tier immer wieder ein Bein zur Seite oder nach hinten? Sehen Sie ein sitzendes Tier, das gerade auf den Hinterbeinen/Gesäß sitzt oder etwas mehr nach links oder rechts hängt? Und er sitzt immer auf der gleichen Seite? Liegt ein liegendes Tier gleich oft auf beiden Seiten oder bei näherer Betrachtung immer auf der gleichen Seite? Wenn sich das Tier bewegt, ist das gleichmäßig und flexibel ? Wechselt das Tier leicht zwischen links und rechts in einer schnelleren Gangart wie Trab oder Galopp?
Der Mantel oder das Haar kann auch Details über den Besitzer preisgeben. Als Detektiv können Sie verschiedene Dinge bemerken, wie z. B. die Lage der Haare, Veränderungen in Farbe und Qualität der Haare oder bemerkenswerte Veränderungen.
Die Ansammlung weniger Details sagt nicht viel aus. Beobachten Sie es vorerst nur und das ohne Werturteil. Es ist ziemlich schwierig, neutral zu sein, auch für Detektive.
Die nächsten Schritte, die Sie bei Ihren Ermittlungen als Detektiv unternehmen können, sind das ruhige Berühren mit den Händen. Aber dazu später mehr.
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Momente des Rückzugs
von Lisa Leicht (CH)
Während dieser Zeit zwischen Wintersonnenwende und Neujahr ziehe ich mich, wie viele andere Menschen auch, gerne bewusst für Augenblicke, Minuten oder Stunden vom hektischen Alltagsgetriebe, den nie weniger werdenden vermeintlichen Pflichten und Verpflichtungen zurück – Auszeit.
Ich begebe mich dafür an einen Ort, wo ich mich sicher und wohl fühle, meinen inneren Seelengarten, oder, im Aussen, in meinem Zimmer auf meinen Lieblingssessel mit meiner Flauschdecke, in die Nähe meines Lieblingsbaums oder an meinen Lieblingsplatz am Meer. Dort, zufrieden und in Sicherheit, fällt es mir leicht, meine Gedanken zu ordnen, meine Atmung bewusst wahrzunehmen, runterzufahren und mich auszuruhen. Beim Einstieg helfen mir z.B. der Hearthug und TTouches um den Mund herum und im stets angespannten Nackenbereich. Dazu summe ich, das hilft beim bewussten Atmen. Dann folgt meist ein Tagtraum im Alphazustand, eine Meditation, oder gar ein Nickerchen.
Oft steigen dann im Übergang ins Tagesbewusstsein Inspirationen auf und ich fühle mich erfrischt, lernbereit, ruhig, klar.
Deshalb habe ich mir fürs neue Jahr vorgenommen, mir solche Auszeiten und Momente des Rückzugs vermehrt bewusst auch während der aktiven Periode zu erlauben, ganz besonders auch vor dem Unterrichten und vor und während meiner Reisen.
In der Tellington-Arbeit versuchen wir Rahmenbedingungen und Lernsituationen so zu gestalten, dass Mensch und Tier erfolgreich lernen können.
Deshalb möchte ich diese ‚Auszeiten‘ auch allen Hundebesitzern sowohl für sich als auch für ihre vierbeinigen Hunde empfehlen, denn das Bedürfnis nach Sicherheit ist für alle fühlenden Wesen zentral. Für unsere Hunde finde ich ‚portable Rückzugsmöglichkeiten‘ besonders interessant, wie zum Beispiel ein Tuch, das über einen Tisch gehängt werden kann, für kleine Hunde ein Iglu, oder eine offene Faltbox ohne Tür, oder ein offenes Hunde-Tipi.
Wenn wir unsere vierbeinigen Freunde sorgfältig und über einen längeren Zeitraum zu Hause daran gewöhnen, bei Bedarf einen sicheren, komfortablen und entspannenden Ort aufzusuchen, wenn das mitnehmbare Zuhause dank sorgfältigem Training ein Ort des sicheren Rückzugs wird, können schwierige Momente, wie zum Beispiel Silvester, Restaurantbesuche, Reisen, Urlaub und natürlich auch Präsenzkurse locker und entspannt angegangen werden.
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29. Dezember 2024
Silvester
Karin Petra Freiling (D)
Die Silvesternacht ist für viele Hunde eine der stressreichsten Zeiten des Jahres. Laute Geräusche, plötzliche Lichter und die allgemein aufgeladene Stimmung können Ängste und Stress auslösen. Doch genau hier kommt die Tellington TTouch®️ Methode ins Spiel! Mit gezielten Berührungen und Techniken können Sie Ihrem Hund (und sich selbst) helfen, diese schwierige Zeit gelassener zu erleben. Zusätzlich dazu liefert die „Natürlich.Aktiv.Berühren.“-Methode von Karin Petra Freiling inspirierende Ergänzungen, um die Wirkung der TTouch®️ Methode zu unterstützen.
Die magischen 3 TTouches beinhalten den
Heart Hug-TTouch den Sie am Besten bei sich selbst und ihrem Hund ausführen. Ebenso
Ohr -TTouch als Erste-Hilfe-TTouch und Mund/Maul-TTouch. Unsere eigene Stimmung ist ansteckend, je ruhiger Sie selbst sind, desto ruhiger wird sich Ihr Hund fühlen.
Zusätzlich zu den magischen 3 TTouches helfen folgende:
Der Ruten-TTouch hilft dem Hund in Balance zu kommen, geschmeidigere Bewegungen auszuführen und Spannungen zu lösen.
Der Bauchheber hilft dabei die Atmung zu vertiefen und
Muschel-TTouches vermitteln, Wärme Sicherheit und Geborgenheit.
Der Ohr-TTouch ist der allerwichtigste Notfall TTouch, den Sie so oft und so lange es Ihr Hund mag ausführen können.
Nehmen Sie das Ohr sanft zwischen Daumen und Zeigefinger und führen sie sanfte streichende Bewegungen von der Ohrenbasis bis zur Ohrspitze Ihres Hundes aus. Diese Technik hilft nachweislich, den Herzschlag zu senken und Stress zu reduzieren – perfekt, um auf Silvesterangst zu reagieren.
Das halbe Körperband hilft durch den Rahmen den es bietet und das Bewusstwerden der Atmung eine nachweislich, wunderbare Mögljchkeit, die Herz- und Atemfrequenz zu regulieren. Ein breites Stirnband, ein Kinderloop oder ein Fönschutz für Hunde kann die empfindlichen Ohren schützen.
Zusätzliche Unterstützung mit der „Natürlich.Aktiv.Berühren.“-Methode
Die Duftmoleküle der therapeutischen Öle sind so klein, dass sie die Bluthirnschranke mühelos überwinden und hier ausgleichend auf das ganze System wirken können. Die Wirkung setzt schon nach ca. 3 Minuten ein.
Bitte verwenden Sie nur naturreine Öle. Bewährt haben sich Lavendel, Baldrian, Sandelholz, Vanille, Orange, Peace and Calming und Stress away ( letzteres sind hochwirksame Mischungen von der Firma Young Living)
Verreiben sie einen Tropfen in Ihren Händen und warten Sie, bis dieser fast eingezogen ist. Danach streichen Sie mit dem Noahs-Marsch-TTouch den Hund ab und genießen gemeinsam den Duft. Im Diffuser oder 1 Tr. auf einen Wattebausch können sie für eine Wohlfühlatmosphäre in Ihrer Wohnung sorgen.
Folgende homöopathische Mittel helfen unseren Hunden Jahr für Jahr.
Arnica C30 gegen Schock und Panik
Opium C30 nach Schreck und Schock Situationen
Passiflora incarnata, Avena sativa, Valeriana Comp Urtinkturen von Ceres
Nervennahrung und Calma von CD Vet.
Leichte und vollwertige Nahrung ist wichtig. Genau wie die Urtinktur Avena sativa ( gemeiner Hafer) helfen Haferflocken nach der TCM für eine gesunde und ausgeglichene Mitte. Etwas mehr gesunde hochwertige Kohlenhydrate als üblich helfen in besonderen Stressituationen sehr das System stabil zu halten.
Die Bach Blüten Rescue Remedy Tropfen, sowie Mimulus bei spezifischen Ängsten, Aspen bei starkem Zittern, Rock Rose bei blanker Panik und Star of Bethlehem als Seelentröster helfen auf ihre sanfte, zuverlässige Art auch nachweislich. Sie sollte regelmäßig und häufig verabreicht werden. Je 2 Tropfen auf ein Wasserglas und davon alle 40 min eine Pipette hat sich sehr bewährt. Sollte es schwer sein die Bach Blüten zu verabreichen können diese auch in den Diffuser gegeben werden oder über die TTouches am Ohr und den Pfotenballen eingearbeitet werden.
Die Rolläden sollten geschlossen sein und entspannende Musik im Tempo Largo hat einen entspannenden Effekt. Through a dogs ear (YouTube ) bietet mehrere Stunden entspannende Musik. Diese darf gerne ab 23:30 etwas lauter abgespielt werden.
Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund eine sanften Rutsch in ein wundervolles, gesundes, liebevolles und ttouchreiches 2025
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Genieße deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute.
Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst. – A. Einstein
von Katja Krauß (D)
Ich liebe Albert Einsteins Weisheiten, schließlich hat er die Relativitätstheorie aufgestellt und gesagt, dass die Zeit relativ ist. Seitdem ich das mal verstanden hatte, ist Zeit neben Glück für mich das Wichtigste im Leben.
Es gibt viele Menschen, die bewusst oder auch unbewusst nicht nur mit ihrer eigenen Zeit verschwenderisch umgehen, sondern sie auch ihren Mitmenschen nehmen. Zu Terminen zu spät zu kommen, andere mit Aufgaben zu beschäftigen, die derjenige durchaus hätte selbst machen können oder einfach trödelig zu sein, weil man sich über die Zeit der Anderen noch keine Gedanken gemacht hat, ist leider für viele Menschen ganz selbstverständlich.
Ich spreche nicht davon, dass jedes Individuum seine eigene Zeit braucht. Wie es so schön in der Tellington Philosophie heißt: wir respektieren und wertschätzen die eigene Persönlichkeit, wozu auch die Art und Weise des Lernens und sich Entwickelns dazu gehört.
Wenn Miro, mein Kater vor der Tür miaut und ich ihm die Tür öffne, dann braucht er seine Zeit, um sich zu entscheiden, ob er reinkommt oder doch noch draußen bleiben möchte. Wenn Ella, meine 14-jährige Hündin vor ihrem Futternapf steht und nicht genau weiß, ob sie etwas essen möchte oder eben nicht, dann nehme ich mir gern die Zeit, da sie einfach nach ihrem Rhythmus, auch bedingt durch den Lebensabschnitt in dem sie sich gerade befindet, lebt. Doch wenn ich meine jungen Hunde frage, ob sie etwas schneller mitlaufen können, weil ich später noch einen Termin habe, dann kommen sie meinem Wunsch immer gerne nach.
Es gibt den wunderbaren Spruch: “Leben beginnt da, wo die Zeit keine Rolle spielt.”
Doch zu diesen Momenten wird es nur kommen, wenn uns auch die Zeit der Anderen wichtig ist, also dass möglichst jeder seine Zeit so gut es geht selber so nutzen kann, wie er es möchte.
Und da wir uns gerade in der Weihnachtszeit befinden, passt dazu dann auch der Spruch von Ghandi “Sprich nur, wenn du die Stille verbessern kannst”. Sprachfasten, also die bewusste Reduzierung der verbalen Kommunikation über einen bestimmten Zeitraum (heutzutage sollte sich das wohl auch auf alle schriftlichen Kommentare in all den verschiedenen Medien erstrecken), dient nicht nur dem eigenen Stressabbau und der eigenen Herzgesundheit, sondern verschafft unseren Mitmenschen auch mehr Zeit;-)
Darin sind unsere Tiere wahre Meister, die meisten von ihnen “reden” nur, wenn es wirklich sein muss und sind dafür die besten Zuhörer der Welt. Und auch da möchte ich nochmal aus der Tellington Philosophie zitieren: …wir sehen jedes Tier als Lehrer für uns und unser Leben;-)
In diesem Sinne wünsche ich allen eine besinnliche Weihnachtszeit und dass wir unseren Mitmenschen vielleicht ein ganz wunderbares Geschenk machen, wir ihnen Zeit nach ihrem Geschmack schenken, indem wir ihnen z.B. eine Aufgabe abnehmen (denn Zeit hat, wer sich Zeit nimmt) oder gemeinsam mit ihnen etwas unternehmen- ganz so, wie es demjenigen gefällt.
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Aloha,
Sei am Donnerstag, den 19. Dezember um 17:00 PST / 20:00 EST / 01:00 GMT / 02:00 MEZ dabei, wenn Linda einige ihrer Überlegungen zum 50. Jubiläum der Tellington TTouch Methode mit dir teilt!
Linda wird ihre bemerkenswerte Reise teilen und einige der Menschen, Ereignisse und Tiere hervorheben, die eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung dieses bahnbrechenden Ansatzes gespielt haben. Die weltweit verbreitete Tellington-Methode hat die Art und Weise, wie wir mit Pferden, Hunden und anderen Tieren zusammenarbeiten, verändert – sie fördert Kooperation, Sicherheit und ein tiefes Gefühl der Verbundenheit.
Linda wird auch über die tiefgreifende Wirkung von Ho’oponopono, der hawaiianischen Praxis der Dankbarkeit und Vergebung, nachdenken, die ein Leitprinzip in ihrer Arbeit mit Tieren und deren Betreuern ist.
Um sich für den Vortrag anzumelden, bitte den Link verwenden:
https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZctde6rrD0qGNEIYjJW8wLeB38bR36MDuhM
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15. Dezember 2024
Der Python-TTouch – Warum ich ihn wichtig finde
von Wanda Oosterhuis (NL)
Alle kennen den Python-TTouch und er ist oft einer von den ersten TTouches, die wir lernen. Er ist ziemlich einfach zu lernen, obwohl er nur wirkt, wenn man ihn ganz ruhig und genau macht: ganz ruhig heben, halten, durchatmen und mit dem gleichen Druck langsam wieder nach unten, dabei ausatmen, zum nächsten Platz gleiten und dann so weiter -sehr entspannend und erdend. Meistens wird er langsam oder ganz langsam gemacht, aber z.B. bei einem Pferd, das das spannend findet, schneller, aber immer mit der gleichen Aufmerksamkeit, gerade beim herunter lassen.
Oft wird erst ein TTouch Kreis gemacht, bevor angehoben wird, dann ist es eine “Eingerollte Python”.
Warum ich der Python-TTouch so wichtig finde, ist weil etwas pythonisches in vielen TTouches ist.
Wenn ich z.B. Schweif-TTouch mache und ganz leicht ziehe oder drücke ist das wie der Python: leicht ziehen oder drücken, festhalten und ganz langsam zurück.
Bauchheber mit Körperband oder Handtuch (oder dem Gurt bei ängstlichen Pferden), Mähne ausstreichen und dann leicht daran ziehen um langsam zurück, Regenwurm-TTouch, Becken kippen: alles Pythonartig!
Auch anderswo ist der Python mit drin, so wie bei den Presses von Connected Riding, wo man leicht drückt und dann ganz ruhig loslässt.
Deswegen, außer dass es ein toller TTouch ist, den ich gern mag und gern benutze, finde ich ihn wichtig, weil er mir hilft andere TTouches besser zu machen.
Ich hoffe irgendwann Python-TTouches auch mal an einer Python machen zu dürfen!
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12. Dezember 2024
Auszeit vom Alltag
von Doris Prinstinger (A)
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber bei mir ist die Vor-Weihnachtszeit keine so besinnliche Zeit. Mir kommt vor, alle wollen noch möglichst viel vor Weihnachten erledigen.
Warum weiß ich eigentlich gar nicht, weil nach Weihnachten sich die Welt noch genau so dreht.
Beruflich muss ich da durch. Aber auch privat kommen Einladungen aus allen Richtungen. Noch VORHER gemeinsam Essen, Punsch, Wellness, Treffen, Kino………jedes einzelne Ereignis freut mich sehr, aber so geballt. Ich bekomme Stress. Das macht mich oft ungemütlich.
Und dann kommt meine Tellington Seele durch.
Was würde ich mit einem Hund machen der akuten Stress hat?
Reduzieren, inne halten, Ruhephasen planen, natürlich TTouches und mehr Achtsamkeit auf seine Bedürfnisse legen.
Genau das mache ich jetzt.
Ich gönne mir ein gemeinsames Mittagsschläfchen auf der Couch das auch mein Hund sehr zu genießen scheint.
Wenn ich ihn ttouche komme ich in die Ruhe, die Erdung tut mir gut.
Wie das mit der Herzkohärenz und so ist erfährst du bestimmt noch in dem ein oder anderen Bogbeitrag.
Den Heart Hug (die Herzumarmung) lieben wir beide.
Bei unseren Spaziergängen können wir die Seele baumeln lassen und zwischendurch bin ich immer wieder besonders achtsam. Spüre wie unsere Verbindung über die Leine ist. Wie oft Fin mir kurze Blicke zuwirft. Seine Anspannung wenn der Duft von Wild in der Luft liegt und seine Freude wenn ich ihm Leckerlis verstecke.
Hin und wieder gehe ich mit Fin ein Stück mit der Balance-Leine. Slalom durch Bäume, oder ein gedachtes Labyrinth.
Und so komme ich doch durch diese Zeit und bin voller Dankbarkeit dass Tiere mein Leben bereichern.
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08. Dezember 2024
Und wenn sie dann einfach machen, was sie wollen?
von Lily Merklin (D)
Viele Menschen setzen ihren Tieren mehr oder weniger enge Grenzen, haben mehr oder weniger konkrete Vorstellungen davon, wie sich ihr Tier zu verhalten hat. Vor lauter Bestreben, ihr Tier dazu zu bringen, das zu tun, was sie von ihm erwarten, werden sie manchmal hart und ungerecht. Sie hören ihrem Tier dann nicht mehr zu, merken nicht, wie es versucht, mit ihnen zu kommunizieren, ihnen vielleicht mitzuteilen, dass es Angst hat oder Schmerzen oder einfach nicht versteht, was sie von ihm wollen. Linda ist eine großartige Lehrerin in Sachen Tierkommunikation und im Beachten kleinster Signale. So legen wir in der Tellington-Methode großen Wert darauf, unseren Tieren genau zuzuhören, sie zu beobachten, ihr Flüstern zu verstehen, bevor sie schreien müssen.Wenn ich Teilnehmer in Kursen auf diese feinen Signale hinweise, sie bitte, ihren Tieren mehr Zeit zu geben, um sich etwas anzuschauen oder zu überlegen, reagieren sie manchmal mit Erstaunen. „Aber ich kann mein Pferd / meinen Hund doch nicht einfach machen lassen, was er will?!?!?“ oder so ähnlich lauten dann die Kommentare, aus denen sich oft spannende Diskussionen ergeben. Was dürfen / wollen / können wir unsere Tiere machen lassen? Je nach Mensch und Tier(art) gelten hier doch sehr unterschiedliche Maßstäbe.Ich versuche dann jeweils zu vermitteln, dass es durchaus Sinn macht, eine möglichst konkrete Vorstellung von dem zu haben, was ich möchte (anstatt vor Augen zu haben, was ich nicht möchte), dem Tier das so klar wie möglich zu kommunizieren und gleichzeitig gut zuzuhören und hinzuschauen, ob das Tier dem folgen kann. Ich kann mein Tier durch einiges „durchprügeln“, aber weder hilft das unserer Beziehung, noch macht es den Umgang mit ihm sicherer. Und nur weil ich seine Angst ernst nehme und ihm Zeit gebe, heißt das nicht, dass ich mein Ziel aus den Augen verlieren werde. Oder wie Linda auf einer Messe, als ein Pferd nicht unter einer Plane hindurchgehen wollte, die aufkommende Diskussion, ob man das dem Pferd durchgehen lassen könne, dass es verweigere, ihrem Kommando zu folgen, seelenruhig mit den Worten kommentiere: „Ich bin die, die die Regeln macht. Und meine Regel lautet, dass er mir Bescheid geben darf, wenn er Angst hat.“Sie stieg dann übrigens seelenruhig ab, ging ein paar Meter zurück, ttouchte das Pferd und bat eine Kollegin mit Hund, doch vor ihnen herzulaufen. Woraufhin das Pferd am langen Zügel mit gesenktem Kopf und höchst entspannt das Hindernis bewältigte – erst mit Linda an seiner Seite, dann am Halsring und mit ihr auf seinem Rücken…Möchtest du auch eine vertrauensvollere Beziehung zu deinem Tier und mehr Klarheit in dem, was du von ihm verlangst? Dann schaue nach einem Practitioner oder Kurs in deiner Nähe.
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05. Dezember 2024
Spazieren gehen mit Pferden:
Eine wertvolle Erfahrung für Mensch und Tier
von Susanne Salzmann (D)
Das Spazierengehen mit Pferden bietet eine wundervolle Möglichkeit, die Bindung zwischen Mensch und Tier zu stärken, abseits vom Reitplatz oder der Reithalle. Es fördert das gegenseitige Vertrauen und die Kommunikation auf Augenhöhe, während beide Partner die Natur genießen und gemeinsam entspannen.
Warum ist Spazierengehen mit Pferden so wertvoll?
Pferde sind Herdentiere, die soziale Interaktion und Bewegung lieben. Beim Spazierengehen können sie ihrer natürlichen Neugier nachgehen, während sie durch ungewohnte Umgebungen geführt werden. Dies fördert nicht nur ihre körperliche Gesundheit, sondern auch ihr geistiges Wohlbefinden. Sie lernen, sich in neuen Situationen zu entspannen und Vertrauen zu ihrem Menschen aufzubauen.
Für uns Menschen bietet das Spazierengehen die Gelegenheit, Stress abzubauen und die Natur gemeinsam mit dem Pferd zu erleben. Ohne Sattel und Zaumzeug, ganz auf Augenhöhe, entwickelt sich eine tiefere Verbindung und ein neues Verständnis für das Verhalten des Pferdes.
Tipps für ein erfolgreiches Pferde-Spaziergang-Erlebnis
- Sicherheit zuerst: Wähle immer sichere Wege, auf denen das Pferd nicht durch plötzliche Geräusche oder Verkehr erschreckt werden kann.
- Ausrüstung: Verwende ein gut sitzendes Halfter,ein Tellington Führleine, um deinem Pferd genügend Freiraum zu geben, ohne die Kontrolle zu verlieren. Die Tellington Gerte um Dein Pferd ab zu streichen, den Weg zu weisen für eine feine Kommunikation zwischen Euch.
- Aufmerksamkeit: Achte auf die Körpersprache deines Pferdes. So erkennst du frühzeitig, wenn es unsicher wird oder etwas seine Aufmerksamkeit erregt. Senke den Kopf deines Pferdes, wenn es mit hohem Kopf in eine Richtung starrt. Das Senken des Kopfes hilft ihm dabei, sich zu beruhigen.
- Abwechslung: Wechsle regelmäßig die Strecken, um das Pferd geistig zu fordern und Langeweile zu vermeiden.
Der Tellington TTouch® Ansatz beim Spazierengehen
Mit der Tellington TTouch® Methode kannst du das Spazierengehen noch bewusster gestalten. Durch achtsame Berührungen und eine ruhige, respektvolle Führung förderst du das Wohlbefinden deines Pferdes. So wird jeder Spaziergang zu einer kleinen Trainingseinheit für Vertrauen, Entspannung und Harmonie.
Fazit
Spazierengehen mit Pferden ist weit mehr als nur ein Spaziergang. Es ist eine wertvolle Erfahrung, die Mensch und Tier näher zusammenbringt, das Vertrauen stärkt und die Kommunikation verbessert. Probiere es aus und erlebe die Vorteile selbst!
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01. Dezember 2024
„Sorge dafür, dass Dein Pferd (Tier) erfolgreich ist!“
von Ingrid Wild (D)
Ich liebe dieses Zitat von Linda und für mich verbirgt sich dahinter die Magie des Tellington-Trainings. Dieses einfache, aber zugleich tiefgründige Zitat fasst die Essenz der Tellington TTouch® Methode perfekt zusammen.Es lenkt den Blick auf unsere Verantwortung als Menschen, das Training so zu gestalten, dass es für das Pferd sicher, sinnvoll, verständlich und motivierend ist. Wenn ich als Mensch für das Fluchttier im Zusammensein und im Training die Verantwortung übernehme, bedeutet das, dass ich bei der Gestaltung die Bedürfnisse meines Trainingspartners kenne und wahrnehme und eine Struktur und Lernatmosphäre schaffe, die dem Pferd Sicherheit und Freude verspricht.Das Zitat von Linda setzt Verantwortung und Partnerschaft in den FokusDie Tellington TTouch Methode geht weit über klassische Trainingsansätze hinaus. Sie fordert uns heraus, den traditionellen Gedanken der Dominanz zu hinterfragen. Es geht nicht darum, das Pferd zu beherrschen, sondern eine respektvolle Partnerschaft aufzubauen. Dabei geben wir dem Tier zwar klare Grenzen, verzichten jedoch auf Druck und Strafe. Stattdessen setzen wir auf positive Kommunikation, Vertrauen und das Schaffen von Erfolgserlebnissen.Ein zentraler Aspekt ist, dass Pferde aktiv zum Mitdenken angeregt werden. Im Gegensatz zu reinen Wiederholungen oder Training durch Druck lernen sie durch Neugierde und eigene Überlegungen. Dies stärkt nicht nur das Verständnis zwischen Mensch und Tier, sondern fördert auch die Sicherheit im Umgang miteinander. Ein Pferd, das mitdenkt, wird souveräner – ein Gewinn für beide Seiten.Der Einstieg in die Tellington TTouch Methode ist einfach und für jeden machbar. Wichtig ist, mit kleinen Schritten zu beginnen und die Übungen klar zu strukturieren. Hier ein paar Tipps für den Anfang:
- Schaffe Vertrauen: Beginne mit dem TTouch, um Deinem Pferd Sicherheit zu geben und es körperlich sowie mental auf das Training vorzubereiten.Plane abwechslungsreiche Aufgaben: Integriere ungewöhnliche Elemente wie Stangen, Planen oder Hindernisse, um das Pferd neugierig zu machen.Bleibe geduldig: Arbeite in kleinen Schritten und achte darauf, dass Dein Pferd nicht überfordert wird. Erfolgserlebnisse stehen im Vordergrund.Achte auf den Zustand Deines Pferdes: Wie Feldenkrais es beschrieb, lernen wir – Menschen wie Pferde – besser, wenn wir nicht müde sind. Passe Dein Training entsprechend an.
Fazit: Erfolg beginnt mit Verständnis und ZuhörenDie Tellington TTouch Methode ist weit mehr als ein Trainingsansatz. Sie ist eine Philosophie, die auf Respekt, Vertrauen und einer tiefen Verbindung zwischen Mensch und Tier basiert. Mit ihrem Fokus darauf, das Pferd erfolgreich zu machen, eröffnet sie neue Wege für ein harmonisches Miteinander und sinnvolles Training – ohne Druck, ohne Strafe, aber mit viel Geduld und Achtsamkeit.
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28. November 2024
Von anderen Tieren lernen
von Dr. Daniela Zurr (D)
Vor kurzem habe ich ein Seminar in einem Wildpark unterrichtet. Was haben Menschen, Hunde, Pferde, Katzen, Ziegen, Stachelschweine und Schafe gemeinsam?
Alle möchten als Individuum gesehen werden! Lebewesen, die eng im Herdenverband leben, werden oft eher als Gruppe wahrgenommen und ihnen wird manchmal auch die Fähigkeit für individuelle Entscheidungen abgesprochen. Dass Schafe ihre Artgenossen sehr wohl als Individuen wahrnehmen, kann man unter anderem daran erkennen, dass sie bis zu 50 Artgenossen sicher am Gesicht erkennen können. Auch menschliche Gesichter können sie zuordnen.
Wie können wir mit uns wenig bekannten Tierarten auf faire Art und Weise trainieren? Hier können die Säulen der Tellington TTouch Methode hilfreich sein.
Die erste Säule ist die Beobachtung. Damit ich beobachten kann, muss ich zunächst wissen, worauf ich alles achten kann. Daher gab es, bevor wir uns den Tieren genähert haben, eine Einführung in die Körpersprache und die Mimik von Schafen. Denn nur wenn wir auch subtile Zeichen wahrnehmen, können wir die Situation so anpassen, dass sich die Schafe sicher fühlen.
Sicherheit und das Gefühl, Einfluss auf die Situation nehmen zu können, ist für alle Lebewesen wichtig, besonders bedeutsam für Tiere, die in der Natur häufig Opfer von Beutegreifern werden oder schon schlechte Erfahrungen gemacht haben. Die Tellington TTouches mit der Außenseite der Hand, wie z.B. der Lama-TTouch, bieten die Möglichkeit einer angenehmen Kontaktaufnahme, bei der das Schaf gleichzeitig bemerkt, dass es nicht festgehalten werden kann. Bewegt man sich gemeinsam im Auslauf, macht die eigene Körpersprache und Atmung einen großen Unterschied für das Tier. Die Tellington-Philosophie besagt, dass wir auf die individuelle Art zu lernen Rücksicht nehmen. Dies bedeutete in diesem Fall zu bemerken, dass eine der Heidschnucken aller Herdentheorie zum Trotz einen größeren Abstand zu ihren Artgenossen benötigte, um entspannt beim Training mitmachen zu können.
Viel Spaß beim Lernen mit vielen unterschiedlichen Individuen!
PS Mehr zu den Stachelschweinen beim nächsten Mal
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13. Oktober 2024
Der Einfluss der Tellington TTouch® Methode
auf die Mensch-Tier-Beziehung
von Bibi Degn (D)
Bald ist diese von Linda Tellington-Jones und Robyn Hood geschaffene Methode 50 Jahre alt. Das Netz der Kolleginnen umspannt alle Kontinente der Erde. Linda, wie Robyn, begegneten dem Tier stets in Augenhöhe, auch schon vor 50 Jahren. Noch zu einer Zeit vor nur 30 Jahren sagte der bekannte Verhaltsforscher Frans de Waal, „Emotionen bei Tieren – das war etwas für Romantiker“. Linda war eine dieser „Romantiker“ und sie scheute sich nie, über ihre Liebe und Achtung zu den Tieren als gleichwerte Wesen zu sprechen.
Heute, Aktuelles über achtsamen Umgang mit Hunde oder Pferden lesend, begegnen mir Einstellungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Techniken, die wir in der Tellington TTouch® Methode all diese Jahre bereits erkannt, erprobt und gelehrt hatten. Der Name der Tellington TTouch® Methode in den 70-er Jahren zum Beispiel war TTEAM® – Das „A“ stand für ‚Awareness‘, Bewusstheit. “Bewusstheit mit Tieren”, “Präsenz” boomt heute, 50 Jahre später erkannt als Schlüssel für das Gründen einer funktionierenden Mensch-Tier-Beziehung.
Es gibt einige Beispiele, wie Equipment, das von den Tellington Vorreiterinnen entdeckt, erprobt und für gut befunden wurde, schließlich den Weg ins Allgemeingut gefunden haben: Stangengassen, der Halsring, die kurzen Geschirre mit Zweipunktführung für Hunde, Balance-Zügel und Balance-Leine, Körperbänder und Shirts. Die Liste kann lang fortgesetzt werden. Die Tellington TTouch® Methode ist alt, sie ist und war dabei all die 50 Jahre immer wieder bahnbrechend neu. Und sie ist Modell für viele junge Methoden.
Über Techniken hinaus können wir nur ahnen, wie tiefgehend das Wirken von Linda und Robyn und die Tellington TTouch® Methode weltweit das Denken zur Mensch-Tier-Beziehung beeinflusst hat. Wir können es nur ahnen – aber es gab in dieser Zeit und gibt heute kaum eine vergleichbare Fürsprecherin für das Verständnis für Tiere und keine Schule, die so sehr bewirkt, dass du dein Tier in und nach jedem Seminar wärmer in dein Herz schließt.
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Hundeerziehung – mit Herz und Verstand
In unserem Mehrfamilienhaus gibt es viele Kinder, Katzen und zwei Hunde. Der eine, von dem ich euch heute erzählen will, heisst Riva, und ist eine einjährige Berger Picardhündin, die gerade ihre erste Läufigkeit hinter sich hat. Riva lebt mit ihrer Hauptbezugsperson C, deren Mann M und zwei erwachsenen Töchtern in einer Parterrewohnung. C nimmt sich sehr viel Zeit für Riva, sie hat grosse Erfahrung mit verschiedenen Hunderassen, kennt sich aus im Hundesport, und hat bei mir auch einmal ein Tellington TTouch-Wochenendseminar besucht.
Was mir beim Beobachten der beiden so gefällt, ist die grosse Achtsamkeit, mit der C ihre Hündin erzieht, sozialisiert, trainiert und wie aufmerksam, vertrauensvoll und lernfreudig die Hündin darauf reagiert. Liebevoll, achtsam, klar und ohne Druck wägt C in jeder Situation ab, ob, wie und wann was zu tun ist, schöpft aus ihrer Erfahrung und bestärkt positiv. Ich finde es super, dass sie gängige Trends und alt erprobte Methoden der Hundeerziehung hinter fragt um den richtigen Weg zu finden – ruhig, bewusst, respektvoll und immer darauf bedacht, das Bestmögliche für beide zu realisieren.
Für mich sind das ideale Voraussetzungen für einen interessanten, stressarmen Alltag, eine Basis für viele sportliche Aktivitäten und ein langes gesundes Leben.
Ich finde, dass sich die Tellington Methode hervorragend dafür eignet, Vertrauen, Achtsamkeit, Flexibilität, Klarheit, und respektvolles miteinander Arbeiten zu üben, einen TTouch nach dem anderen.
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Sonntag, 29. September
Tellington Ausbildung für Jeden, der bereits mit Hunden oder/und mit Katzen arbeitet oder arbeiten möchte

von Katja Krauß
Als ich mich vor ein paar Tagen mit einer Freundin unterhielt, sagte diese, sie fände es gut, wenn es eine Tellington Zusatzausbildung für Menschen gäbe, die bereits mit Tieren und oder dessen Haltern beruflich zu tun haben.
„Genau das ist der Tellington TTouch® Associate“, antwortete ich ihr daraufhin.
Egal ob Tierärzte, Tierarzthelfer, Tiertrainer, Verhaltensexperten, Tiersitter, Tierpfleger, Tierfriseure oder jegliche andere Berufe, die mit Tieren arbeiten, können mit der ttouch-n-click Ausbildung ihren TTouch Associate Status erwerben, um anerkannt Tellington TTouch in ihre berufliche Tätigkeit mit einfließen zu lassen.
Da wir auch die Möglichkeit bieten, dass eine Paragraf 11 Tierschutzgesetz Prüfung an die bestandene ttouch-n-click Prüfung angeschlossen werden kann, ist es ebenfalls möglich die ttouch-n-click Ausbildung zu buchen, wenn jemand als Hundetrainer tätig werden möchte und bisher keine andere Ausbildung abgeschlossen hat.
Ich selber bilde seit 36 Jahren Hund-Halter-Teams aus und seit 28 Jahren professionell in meiner eigenen Hundeschule in Berlin. Für mich ist Familienhundetraining 80% Tellington TTouch, vielleicht 15% Positives Bestärken und 5% Führen in Balance.
Es geht darum, alle fünf Säulen der Tellington Methode in Kombination anzuwenden (Beobachtung, Tellington TTouch, Tellington-Lernparcours, Tellington-Lernhilfen, Tellington-Philosophie).
Wie Lily bereits in ihrem Blogbeitrag am Donnerstag geschrieben hat, fußt die Tellington Methode auf so vielen Naturgesetzen (was allerdings erst in den letzten Jahren mehr und mehr zu Tage tritt, da erst jetzt Studien in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen einiges zum Vorschein bringen) und beinhaltet einen unglaublichen Wissenspool, der es erlaubt mit Tieren auf diese ganz besondere Weise zu kommunizieren.
Es macht einfach Spaß, den Tieren bei ihrer Entwicklung zuzusehen und sie unterstützen zu dürfen, wo sie es gerade brauchen. So dass alle ganz gelassen gemeinsam durch den jeweiligen Alltag gehen können.
Donnerstag, 26. September
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Sonntag, 22. September
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Donnerstag, 20. September
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Sonntag, 15. September
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Donnerstag 12. September 2024
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Sonntag, 8. September 2024
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Donnerstag, 3. September 2024
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Sonntag, 1. September 2024
Tellington TTouch Blog von Katja Kraus
Vor Jahren passierte etwas für mich völlig unerwartetes- Linda Tellington-Jones berief mich zur Tellington TTouch® Instruktorin.
Wer es nicht weiß, bis heute gibt es nur ca. 30 Instruktor*innen und das obwohl die Methode im nächsten Jahr bereits ihr 50-jähriges Jubiläum feiert und weltweit unterrichtet wird. Instruktor*innen sind die Lehrer*innen, denen Linda vertraut ihre Methode in mehrtägigen Seminaren und Ausbildungskursen in ihrem Sinne weiterzutragen.
Linda handelt aus Intuition. Auch bei der Ernennung der Instruktor*innen, spielt ihre Intuition eine Rolle. Für mich bedeutete es, dass ihr Bauchgefühl mehr über mich wusste, als ich es bis dahin tat.
Was ich allerdings weiß ist, dass Einer gut, doch Viele immer besser sind, daher kam mir die Idee für diesen Blog.
Alle Tellington TTouch Instruktori*nnen sind einfallsreiche und kreative Lehrer*innen, die verstanden haben, dass Tellington TTouch uns in allen Lebenssituationen unterstützt und das Leben einfach viel lebenswerter macht.
Allein die Beziehung, die durch die Anwendung der Methode, zu anderen Lebewesen entsteht, ist um so vieles schöner, als wir es uns vorher vorstellen konnten.
Wie einfach ist es, dass Pferde wieder vertrauensvoll mitarbeiten, Hunde es genießen an lockerer Leine mitzugehen, Katzen sich genussvoll bürsten lassen oder Kinder sich leichter konzentrieren lernen. Wer mehr zur Vielfalt und Einzigartigkeit der Methode erfahren möchte kann hier nachlesen.
Ich denke, ich spreche im Namen aller Instruktor*innen, wenn ich sage, dass wir so Vieles gelernt haben und je mehr wir lernen, desto mehr verstehen wir, wie wenig wir wissen.
Das ist ein weiterer Grund, weshalb ich diesen Blog ins Leben gerufen habe- um an den Gedanken, Ideen, Erfahrungen und Weisheiten der 11 anderen deutschsprechenden Tellington-Instruktor*innen teilhaben zu dürfen.
Es werden jeweils sonntags und donnerstags ganz bewusst kurze Texte sein, die vielleicht nachdenklich machen oder einfach auch nur dabei helfen glücklich zu sein.
Viel Spaß dabei, Einblicke in eine Methode zu erlangen, die für mich die Zukunft des Miteinanders für alle Lebewesen auf diesem Erdball ist.
Katja Krauß (Tellington-TTouch-Instruktorin, ttouch-n-click Organisatorin und Erste Vorsitzende des Tellington Berufsverbandes (www.tellington-methode.de))